08. März 2011, 10:54 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Carlos – Der Schakal“ von Olivier Assayas zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Dienstag, 15. März 2011, im Schauburg Filmpalast einen in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlichen Spielfilm. In der Langfassung von 330 Minuten beginnt die einzige Vorstellung des Films um 18 Uhr, unterbrochen von einer Pause. Der Eintrittspreis beträgt aufgrund der Länge ausnahmsweise sechs Euro.
Ilich Ramírez Sánchez, genannt Carlos, der Schakal - Terrorist, Mörder, Söldner, Phantom. Anfang der 1970er-Jahre steigt der gebürtige Venezuelaner aus politischer Motivation in die Extremistenszene ein und verübt zahlreiche Attentate. Durch den Anschlag auf das OPEC-Hauptquartier in Wien 1975, bei dem er das Kommando hat, wird er zum meistgesuchten Terroristen der Welt. Fotos gibt es allerdings kaum von ihm - auf den Fahndungsplakaten ist er nur der Mann mit der Sonnenbrille. Im Laufe der Zeit mutiert der selbsternannte Revolutionär mehr und mehr zu einem kaltblütigen Mörder und effizienten Manager organisierter Gewalt, der sich seine Dienste für verschiedenste Auftraggeber fürstlich entlohnen lässt. Als packendes, klug rhythmisiertes und zeitgeschichtlich präzises Epos hat der französische Regisseur Olivier Assayas den Aufstieg und Fall des berühmt-berüchtigten Terroristen Ilich Ramírez Sánchez verfilmt, um ausgesprochen erhellend den Mythos Carlos zu ergründen und schließlich zu demontieren. „Der wahrscheinlich beste Film über Terrorismus der letzten Jahre“ (aus der Jury-Begründung der Deutschen Film- und Medienbewertung zur Vergabe des Prädikats „Besonders wertvoll“). Nominiert für zwei „Europäische Filmpreise“ 2010 in den Kategorien „Beste Regie“ und „Bester Schnitt“.