14. März 2011, 11:31 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Außenseiter“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen den französischen Spielfilm „Das Labyrinth der Wörter“ von Jean Becker, und zwar im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) am Sonntag, 20. März, um 12.45 Uhr, am Montag, 21. März, um 18 und 20.30 Uhr sowie in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) am Mittwoch, 23. März, um 19.30 Uhr. Am Dienstag, 22. März, läuft um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast die deutsche Beziehungskomödie „Drei“ von Tom Tykwer.
Der Eintritt kostet vier Euro für eine Vorstellung beziehungsweise 36 Euro für die 10er-Karte. Schülerinnen, Schüler, Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
In „Das Labyrinth der Wörter“ spielt Gérard Depardieu den gutmütigen Germain. Er ist um die 50, Gelegenheitsarbeiter und praktisch Analphabet. In einer südfranzösischen Kleinstadt führt erein unaufgeregtes Leben, bis er zufällig Margueritte (Gisèle Casadesus) kennenlernt. Die zierliche, charmante und gebildete Dame weit jenseits der 90 hat sich ganz ihrer großen Leidenschaft, der Literatur, verschrieben. Bei den folgenden Treffen liest sie dem aufgeschlossenen Germain Passagen aus bedeutenden Klassikern vor und eröffnet ihm so eine inspirierende neue Welt, die er unerreichbar wähnte.
Nach Marie-Sabine Rogers Roman erzählt Regisseur Jean Becker (DIALOG MIT MEINEM GÄRTNER) zwischen wunderbar witzigen und bewegenden Momenten die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft. Ihm gelang ein herzerwärmender, optimistischer und zutiefst humanistischer Film, der dafür plädiert, sich bietende Chancen zu nutzen, und gleichzeitig die Literatur als Weg zur Selbstfindung und Selbsterkenntnis feiert. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Rio de Janeiro und Hamburg (beide 2010)..
In „Drei“ sind die Journalistin Hanna (Sophie Rois) und der Kunsttechniker Simon (Sebastian Schipper) seit 20 Jahren ein Paar. Sie haben vieles miteinander erlebt, Höhen und Tiefen, Krisen und Glücksmomente. Vor ihnen liegen vermutlich nicht mehr ganz so viele Überraschungen. Oder doch? Ohne es vom jeweils anderen zu ahnen, verlieben sich beide in denselben Mann, den ebenso charmanten wie geheimnisvollen Stammzellenforscher Adam (Devid Striesow).
Tom Tykwers (LOLA RENNT; DAS PARFUM) sehenswerte Dreiecksgeschichte spürt im Rahmen einer leichtfüßigen, vielschichtigen und intelligenten Komödie voller gelassenem Humor dem Gefühlsleben der Generation 40 plus nach, um traditionelle Geschlechterrollen und Paarbeziehungen zu hinterfragen. Ausgezeichnet mit zwei „Bayerischen Filmpreisen“ 2011 in den Kategorien „Beste Regie“ und „Beste Hauptdarstellerin“ (Sophie Rois).