16. März 2011, 12:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Haben Sie herzlichen Dank für die Einladung zum 30. Jubiläum des Ortsvereins der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten Gelsenkirchen e.V. Gerne bin ich dieser Einladung gefolgt, schließlich handelt es sich bei Ihrem Verein um eine der aktivsten Selbsthilfegruppen in unserer Stadt. Davon kündet nicht nur die regelmäßig in Gelsenkirchen stattfindende Bundesversammlung, die auch hier im Maritim tagt. Das allein ist sicherlich schon eine Verbeugung des Verbandes vor den Leistungen ihres hiesigen Ortsvereins. Darüber hinaus hat sich der Verein seit seiner Gründung im Jahre 1981 stets dem verpflichtet gefühlt, was schon der Gründungsvorsitzende Artur Mehring in der Versammlung am 16. März 1981 im Jugendheim in Horst als Aufgabe formuliert hat: die Betreuung der Kehlkopferkrankten vor der Operation, am Krankenbett und danach in Zusammenarbeit mit den HNO-Ärzten.
Gerne hat die Stadt Gelsenkirchen deshalb in den vergangenen Jahrzehnten die Arbeit der Selbsthilfegruppe soweit irgend möglich unterstützt. Schon bei der Gründung, so ist es ja im Protokoll zu lesen, sicherte der damalige Sozialdezernent und ehemalige Stadtdirektor Erwin Neumann, die Unterstützung des Sozialamtes zu. In all dieser Zeit hat das Gründungsmitglied die Entwicklung des Ortsvereins nie aus den Augen verloren, oder besser noch: Sie aktiv mit gestaltet. Freuen dürfen wir uns auf seine Festrede, in der er nachher sicherlich sehr viel unmittelbarer auf die Geschichte des Ortsvereins eingehen wird.
Seit 30 Jahren setzt die Gruppe dort an, wo das Leid der Krankheit beginnt. Die plötzliche Konfrontation mit der Diagnose Kehlkopfkrebs führt jeden Betroffenen natürlich auch in eine sehr schwierige persönliche Situation. Dabei zählt für die Patientinnen und Patienten nicht nur die Sicherheit, medizinisch gut versorgt zu werden. Vor allem brauchen die Betroffenen auch den Erfahrungsaustausch und den Zuspruch von Menschen, die in derselben Lebenssituation sind. Denn Krebs wird nicht alleine bei dem Arzt, der Ärztin oder im Krankenhaus behandelt und hoffentlich auch besiegt.
Zu helfen, Mut zu machen und praktische Hilfe zu leisten, hat sich der Ortsverband der Kehlkopflosen zur Aufgabe gemacht. Das ist wichtig für die Betroffenen. Und es ist auch für alle anderen wichtig, die Krankheit zu kennen, Vorurteile gegen Betroffene abzubauen und zu lernen, dass Kommunikation ganz normal möglich ist.
Die Krankheit ist ein hartes Los für Betroffene, aber auch für die Angehörigen. Zuerst einmal steht die medizinische Behandlung im Vordergrund. Sobald diese aber abgeschlossen ist, stellt sich unweigerlich die Frage, wie Genesende den Alltag mit allen Erschwernissen bewältigen können, die sich aus der Erkrankung ergeben. Dabei leisten Selbsthilfegruppen tatkräftige Unterstützung. Sie haben bereits sehr vielen Menschen dabei geholfen, neuen Lebensmut zu gewinnen und ihr Leben aktiv zu gestalten. Dafür möchte ich dem Ortsverein der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten Gelsenkirchen e.V. an dieser Stelle herzlich danken.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Mitglieder,
zum 30-jährigen Bestehen des Ortsvereins Gelsenkirchen gratuliere ich Ihnen. Darüber hinaus wünsche ich Ihnen für die heutige Jubiläumsfeier viel Spaß sowie allzeit ein herzliches Glückauf!