17. März 2011, 16:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Meine Damen und Herren Stadtverordneten,
sehr geehrte Damen und Herren,
in meiner Internet-Kolumne habe ich es diese Woche schon einmal zum Ausdruck gebracht: Das, was in Japan geschehen ist und derzeit noch geschieht, erfüllt mich mit Entsetzen. Es erfüllt mich noch immer mit einem Gefühl der Unwirklichkeit. Ich denke, genau so geht es vielen von Ihnen. Es fällt schwer, einfach zur Tagesordnung überzugehen. Denn was da gerade an vorher Unvorstellbarem geschieht, das relativiert vieles im eigenen Alltag. Das relativiert vieles, was mal eben schnell als Katastrophe bezeichnet wird.
Wenn wir über persönliche Katastrophen klagen, meinen wir eigentlich Situationen, die uns wie ein Schlagloch auf der Fahrbahn kurz durchschütteln, aber in der Regel nicht aus der Bahn werfen.
Ganz anders die Katastrophe - oder wir sollten besser von Katastrophen sprechen -, die Japan erschüttert haben. Hier ist nichts mehr, wie es vorher war. Eine Rückkehr zur Normalität, so es diese überhaupt noch geben kann, scheint derzeit keine Frage der Zeit zu sein. Aufgrund der Ereignisse rund um das Atomkraftwerk Fukushima ist Normalität vorerst in unerreichbare Ferne gerückt.
Den Menschen in Japan gebührt deshalb unser aller Mitgefühl. Unsere Gedanken sind bei den Opfern sowie bei den Hinterbliebenen, die derzeit um einen Neuanfang ringen. Wir hoffen alle, dass sich der atomare Super-GAU noch abwenden lässt und das Land möglichst bald wieder zur Ruhe kommt.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
ich danke Ihnen für Ihre Anteilnahme.