18. März 2011, 11:10 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Anlässlich der Jüdischen Kulturtage in NRW lenkt das Kunstmuseum Gelsenkirchen im Rahmen einer Neupräsentation den Fokus auf Beiträge jüdischer Künstler und zeigt vom 20. März bis zum 17. April 2011 ihre Werke im Kontext von Zeitgenossen.
Im Deutschland des 20. Jahrhunderts lassen sich jüdische Lebensläufe nicht ohne die erschütternden Verfolgungen im Nationalsozialismus denken. So zog sich der Hauptvertreter des deutschen Impressionismus, Max Liebermann, 1933 völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Seine Bilder zeigt das Kunstmuseum neben denen seiner Weggefährten Lovis Corinth und Lesser Ury.
Eine stille Melancholie verbindet die Werke der jüdischen Maler Anita Rée und Rudolf Levy mit denen von Carl Hofer oder Georg Schrimpf in den 20er Jahren. Die Gruppe der abstrakten Maler führt zeitlich Moholy-Nagy an, dessen Nähe zum Konstruktivismus sich im Kontext anderer Arbeiten zeigt. Zu spiritueller Weite öffnet sich die Abstraktion in Yves Kleins monochromen Bildern.
Die Ausstellung offenbart ein breites Spektrum in der Haltung zur jüdischen Herkunft: Von Marc Chagall, dessen Bilderwelt nicht ohne den ostjüdischen Chassidismus denkbar ist, führt der Bogen bis zu gänzlich assimilierten Künstlern der amerikanischen POP-Art wie Roy Lichtenstein oder Tom Wesselmann, die neben Andy Warhol zu sehen sind.
Im Begleitprogramm sind auch Führungen zu buchen.
Kunstmuseum Gelsenkirchen, Horster Straße 5-7, 45897 Gelsenkirchen.