21. März 2011, 11:27 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Satte Farben vor Schwarz“ von Sophie Heldman präsentiert der Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen ab Sonntag in seiner Reihe „Neuer Deutscher Film“. Der Film ist am Sonntag, 27. März um 12.45 und am Montag, 28. März um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer) sowie am Mittwoch, 30. März um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) zu sehen. „Ein gutes Herz“ beendet dann am Dienstag, 29. März um 18 und 20.30 Uhr in der Schauburg die Monatsreihe „Außenseiter“.
Der Eintritt kostet 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
In „Satte Farben vor Schwarz“ spielt Bruno Ganz die Hauptrolle des „Fred“, eines erfolgreichen Unternehmers im Ruhestand bei dem Prostatakrebs diagnostiziert wird. Daraufhin fasst er den Entschluss, die Behandlung zu verweigern und der Familie die schwere Krankheit zu verschweigen. In einer geheimen Stadtwohnung will er sich auf das Sterben vorbereiten. Als seine Ehefrau Anita (Senta Berger), mit der er seit 50 Jahren glücklich verheiratet ist, zufällig das Refugium entdeckt und Fred ihr schließlich die Wahrheit eröffnet, droht die gemeinsame Liebe an Freds scheinbar unbeirrbarem Willen zu zerbrechen. Ohne jegliches Betroffenheitspathos inszeniert die Spielfilmdebütantin Sophie Heldmanein berührendes, feinfühiges und keineswegs tristes Drama über eine große Liebe im Angesicht des Todes, das vor allem vom „brillante(n) Zusammenspiel der beiden Schauspielgrößen Bruno Ganz und Senta Berger (lebt).“ (SZ)
In „Ein gutes Herz“ betreibt Misanthrop Jacques (Brian Cox) eine heruntergekommene New Yorker Kneipe, die einem bunten Haufen von trinkfesten männlichen Stammgästen als Zuhause dient. Der mittlerweile fünfte Herzinfarkt befördert den griesgrämigen Wirt erneut ins Krankenhaus, wo er dem Obdachlosen Lucas (Paul Dano) begegnet. Dieser hat einen Selbstmordversuch hinter sich und sieht auch weiterhin keine Perspektive mehr. Aber Jacques, dessen Tage gezählt sind, nimmt sich nach der gemeinsamen Entlassung des sensiblen jungen Mannes an, weil er in ihm einen würdigen Erben für seinen Laden erkennt. Jetzt muss Lucas nur noch Jacques’ reichlich eigenwillige Kneipenphilosophie verinnerlichen.
Mit einem skurrilen Figurenarsenal, lakonischem Humor und sanfter Melancholie zeichnet der isländische Autorenfilmer Dagur Kári (DARK HORSE) das Porträt zweier vermeintlich völlig gegensätzlicher Außenseiter, die der Zufall zueinander führt. Entstanden ist eine atmosphärisch dichte Tragikomödie, deren Herz eindeutig für die Existenzen am Rand der Gesellschaft schlägt. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Göteborg, Edinburgh, Helsinki und Hamburg (alle 2010).