24. März 2011, 12:08 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Unter dem Titel „Vom bunten Leben in einer Bausünde“ berichtet am Samstag, 2. April 2011, von 18:20 bis 18:50 Uhr eine hier und heute-Reportage von Marko Rösseler aus Gelsenkirchen.
Die Sendung kündigt der WDR mit dem folgenden Text an:
Der Tossehof in Gelsenkirchen soll schöner werden. Eigentlich ist er eine Bausünde aus den frühen siebziger Jahren. Viel Wohnraum mit ebenso viel Beton wurde auf die damals noch grüne Wiese gesetzt. Ein Dreivierteljahr hat Reporter Marko Rösseler die Bewohner des Tossehofs begleitet für eine Reportage über eine Bausünde mit Dorfcharakter und den Traum, dass alles besser werden und aussehen könnte.
Klaus Rechnitz wohnt schon seit 30 Jahren im Tossehof. Vor zwei Jahren wurde er offiziell zum „Hof“-Fotografen ernannt. Hausmeister Krause besitzt sogar eine Eigentumswohnung im Tossehof und trifft sich gerne zum Frühstück mit Lebensgefährtin und Ex-Frau. Beate Rafalski ist Sozialarbeiterin. Während der Tossehof für mehrere Millionen saniert und umgebaut wird, soll sie für menschliche Nestwärme sorgen. „Quartiersmanagerin“ nennt sich ihr Job - in Wahrheit ist sie eine Art Gärtnerin: Sie soll Blumen säen in einer Betonwüste.
Der „Carekauf“ im Tossehof ist so eine Blüte. Nachdem vor Jahren der alte Supermarkt dicht machte, gab es lange keinen Nachmieter. Dann kam Herr Stockmann von der Caritas und hatte eine Idee: den „integrativen“ Supermarkt. Menschen mit Behinderung und Langzeitarbeitslose als Angestellte - das Ganze in einer eigentlich hoffnungslosen Geschäftslage.
Und auch für das Anlocken von Mietern wird einiges getan. Der Mann von der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaf hat einen Trick. Er schwärmt von einer einmaligen Gelegenheit in der Kopernikusstraße. „Die Straße kennt keiner, dann kommen sie erstmal und stellen fest: Die liegt ja im Tossehof. Und eigentlich ist es hier doch wunderbar.“
Redaktion Dorothee Pitz
Fotos von Beate Rafalski und Klaus Rechnitz finden Sie unter www.ard-foto.de
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