28. März 2011, 12:10 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Vielfältig, interessant und auf jeden Fall sehenswert sind die deutschen Filmproduktionen der jüngsten Zeit. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen setzt deshalb auf den „Neuen Deutschen Film“ im April seinen Schwerpunkt. Gezeigt werden „Poll“ von Chris Kraus am 10./11./13. April, „Picco“ von Philip Koch am 12. April, „Russland – Im Reich der Tiger, Bären und Vulkane“ von Jörn Röver am 17./18./20. April, „Das Lied in mir“ von Florian Cossen sowie „Pina“ von Wim Wenders – in 3D Digital – am 1./2. Mai.
In den kommenden Monat hinein startet das KoKi mit dem Autorenfilm „Another Year“ von Mike Leigh am Sonntag, 3. April, 12.30 Uhr und Montag, 4. April um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer) sowie am Mittwoch, 6. April um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190). Am Dienstag, 5. April um 18 und 20.30 Uhr in Buer folgt „Hereafter – Das Leben danach“ von Clint Eastwood als „Filmwunsch“.
Der Eintritt kostet 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen. Bei Formaten im Format 3D Digital werden 7 € Eintritt erhoben.
Frühling, Sommer, Herbst und Winter - im Wechsel der Jahreszeiten beobachtet Mike Leigh mit seinem herzerwärmender Film „Another Year“ ein glücklich verheiratetes, älteres Paar und dessen weniger gesegnetes Umfeld. Dabei beweist der britische Regisseur erneut sein ganz besonderes Gespür für authentische Figuren und die Komik und Tragik des Alltäglichen. Nominiert für einen „Oscar“ 2011 („Bestes Originaldrehbuch“) sowie für zwei „Europäische Filmpreise“ 2010 („Beste Darstellerin“ [Lesley Manville] und „Beste Filmmusik“ [Gary Yershon]). — Tom (Jim Broadbent) und Gerri (Ruth Sheen), beide um die 60, sind ein über die Jahre harmonisch zusammengewachsenes Ehepaar. Sie arbeitet als Psychotherapeutin, er als Geologe. Den Alltag erleben sie im zärtlichen Miteinander: gemeinsames Gärtnern, Kochen, Plaudern. Ihr kleines Londoner Häuschen ist der Zufluchtsort für Familienmitglieder und Freunde, denen das Glück nicht wirklich in die Karten gespielt hat.
Souverän eingefangen in drei parallel erzählten, schließlich an einem Ort zusammenlaufenden Handlungssträngen erkundet Clint Eastwoods nuanciertes, angenehm unsentimentales Drama „Hereafter – Das Leben danach“ die psychologischen Befindlichkeiten der sensibel gezeichneten Charaktere, die, allesamt konfrontiert mit dem Tod und der eigenen Sterblichkeit, nach Antworten auf die letzten Fragen suchen. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat Besonders wertvoll"; nominiert u. a. für einen „Oscar" 2011 („Beste visuelle Effekte“). — Die prominente französische Journalistin Marie (Cécile de France) durch ein Nahtoderlebnis bei einem Tsunami in Südostasien traumatisiert. In San Francisco hat ein einfacher Arbeiter (Matt Damon) eine besondere Verbindung zum Jenseits entwickelt. In London kann ein zwölfjähriger Junge den Unfalltod seines Bruders nicht verarbeiten. – Drei Menschen, die auf unterschiedliche Weise Todeserfahrungen machen und deren Wege sich kreuzen.