30. März 2011, 11:14 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 30. März 2011, 11:14 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Am Freitag findet die 2. Gelsenkirchener Bildungskonferenz im Wissenschaftspark Gelsenkirchen mit dem Thema „Inklusion“ statt. Die UN-Konvention fordert ein „inclusive education system“. Ein solches inklusives Bildungssystem unterscheidet sich von einem integrativen System. Die integrative Pädagogik strebt die Eingliederung der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen an. Eine inklusive Pädagogik hingegen sortiert erst gar nicht aus.
Die Stadt Gelsenkirchen und das Land NRW haben sich zum Ziel gesetzt, die Bildungslandschaft in Gelsenkirchen zu stärken. Dazu gehört besonders, dass sich alle Akteure regelmäßig über die Bildungssituation in unserer Stadt austauschen. Aus diesem Grund fand Ende 2009 die erste Gelsenkirchener Bildungskonferenz statt - im Oktober 2010 wurden in einer Teilkonferenz einige Themen nachgearbeitet.
Die Lenkungsgruppe des Regionalen Bildungsnetzwerkes hat nach einer intensiven Auswertung „Inklusion“ als Thema der zweiten Gelsenkirchener Bildungskonferenz ausgewählt und mit Prof. em. Dr. Klaus Klemm, der Mitglied der Gelsenkirchener Bildungskonferenz ist, einen kompetenten Referenten gewinnen können.
Seit 2009 ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auch für Deutschland verbindlich. „Der Weg dorthin führt über einen zügigen Ausbau inklusiver Angebote in den Kindertageseinrichtungen, den Grundschulen und den weiterführenden Schulen“, so Prof. Dr. Klemm.
Dieses hat zur Folge, dass Ausbildung und Arbeitswelt sich ebenfalls den Herausforderungen stellen müssen. Alle Bundesländer stehen vor der Aufgabe, ihre Schulgesetze entsprechend der neuen gesetzlichen Grundlage weiter zu entwickeln und zu konkretisieren.
Inklusion bedeutet, dass Strukturen und Didaktik / Methodik von vornherein auf die Unterschiedlichkeit der Schülerinnen und Schüler sowie individuelles Fördern und Fordern ausgerichtet sind. Notwendig ist deshalb eine Neuorientierung in der sonderpädagogischen Förderung, die die gegenwärtige integrative Phase als Übergangsphase zu einem inklusiven Bildungssystems des gemeinsamen Lernens bis zum Ende der Pflichtschulzeit betrachtet.
Dennoch: Inklusion geht durch alle gesellschaftlichen Bereiche und findet daher sowohl vom Inhalt als auch vom Zeitpunkt her in der Gelsenkirchener Bildungskonferenz den passenden Ort und die richtigen Adressaten für eine umfassende Diskussion.
Die 2. Gelsenkirchener Bildungskonferenz findet statt am
Freitag, 1. April 2011, 9 bis 13 Uhr
im Wissenschaftspark Gelsenkirchen,
Munscheidtstraße 14, 45875 Gelsenkirchen.
Zur Berichterstattung sind Medienvertreter herzlich eingeladen.