19. April 2011, 11:08 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen setzt seine Monatsreihe „Neuer Deutscher Film“ mit „Das Lied in mir“ fort. Der Film läuft Ostersonntag, 24. April um 12.30 Uhr und Ostermontag, 25. April, um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) sowie am Mittwoch, 27. April, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190). Als „Autorenfilm“ zeigt des KoKi am Dienstag, 26. April, um 18 und 20.30 Uhr den französischen Spielfilm „Vergissmichnicht“ von Yann Samuell.
Mit formaler Brillanz, emotionaler Kraft und einem starken Ensemble entwickelte Spielfilmdebütant Florian Cossen mit „Ein Lied in mir“ ein atmosphärisch dichtes, letztendlich universelles Selbstfindungsdrama, dessen Schichten sich erst ganz allmählich entblättern. „Ein beeindruckendes Erstlingswerk“ (aus der Jury-Begründung der Deutschen Film- und Medienbewertung zur Vergabe des Prädikats „Besonders wertvoll"). Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Montreal 2010 mit dem Preis der internationalen Filmkritiker („FIPRESCI“-Preis) und dem Publikumspreis.
Die deutsche Schwimmerin Maria (Jessica Schwarz) ist auf dem Weg nach Santiago de Chile, wo sie an einem Wettkampf teilnehmen will. Bei einem Zwischenstopp in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires hört sie zufällig ein einheimisches Kinderlied. Obwohl sie kein Wort Spanisch versteht, erinnert sie sich an den Text und die Melodie. Maria reagiert verstört, verpasst den Anschlussflug und beschließt kurzerhand, vor Ort nach einer Erklärung zu suchen. Nur wenig später begegnet sie überraschenderweise ihrem aus Deutschland angereisten Vater (Michael Gwisdek), der ihr ein lang gehütetes Familiengeheimnis offenbart.
Yann Samuells (LIEBE MICH, WENN DU DICH TRAUST) leichtfüßige, charmante Komödie „Vergissmichnicht“ mit Tiefgang pendelt geschickt zwischen zwei Zeitebenen, um sanft die Botschaft zu vermitteln, dass es nie zu spät ist, die Weichen neu zu stellen. „Ein bezaubernder, origineller und visuell ausgefeilter Film voller Überraschungen.“ (BAZ) Offizieller Beitrag zu den „Französischen Filmtagen" in Tübingen 2010.
Marguerite (Sophie Marceau) ist eine ebenso verbissene wie erfolgreiche Managerin in Paris, die nur im Hier und Jetzt lebt - jedenfalls so lange, bis ihr am 40. Geburtstag ein betagter Notar (Michel Duchaussoy) einen sonderbaren Brief übergibt. Dieser stammt aus Marguerites eigener Feder, verfasst vor 33 Jahren. Als kleines Mädchen aus der französischen Provinz hat sie insgesamt neun Briefe an sich selbst geschrieben, damit ihre Hoffnungen, Wünsche und Träume nicht in Vergessenheit geraten. Zunächst will Marguerite davon nichts wissen, taucht dann aber doch ein in die Vergangenheit, die sie mehr und mehr die Gegenwart überdenken lässt.