02. Mai 2011, 13:30 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 02. Mai 2011, 13:30 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Die Initiative, die wir Ihnen heute vorstellen, beweist einmal mehr, wie eng die Metropole Ruhr zusammengewachsen ist. Von Moers bis Hamm, von Essen bis Recklinghausen machen sich die Städte gemeinsam mit allen 27 neurologischen Kliniken auf, etwas gegen die Negativfolgen eines Schlaganfalls zu unternehmen. Und mittendrin Gelsenkirchen.
Hier findet in diesem Jahr der mittlerweile dritte NEURoLAUF statt, in dessen Verlauf die Sportlerinnen und Sportler durch ihre Leistungen etwas für die Betroffenen tun. Denn jede erfolgreich absolvierte Runde von etwa eineinhalb Kilometern bringt der neurologischen Selbsthilfegruppe der Evangelischen Kliniken fünf Euro. Gut angelegtes Geld, finde ich.
Parallel zu diesem Laufspektakel wird vor allem eines: Über den Schlaganfall informiert. Denn noch immer verstreicht viel zu oft wertvolle Zeit zwischen dem Platzen eines Blutgefäßes und der Ersten Hilfe. Die Folgen sind verheerend: Rund 200.000 Menschen erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall. Noch immer stirbt jeder dritte Betroffene. Damit ist ein Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. In erster Linie betrifft die Erkrankung zwar ältere Menschen, aber sie ist nicht altersspezifisch. Denn jährlich erleiden auch 200 bis 300 Kinder einen Schlaganfall.
Deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir deutlich darauf hinweisen, dass es eben nicht immer nur die anderen treffen muss. Man selbst oder Menschen aus dem persönlichen Umfeld können ganz plötzlich ebenso von einem Schlaganfall betroffen sein. Dann ist es gut zu wissen, was man tut, um dauerhafte gesundheitliche Schädigungen zu vermeiden. Der Rahmen, der durch den NEURoLAUF gegeben ist, hat sich als ideal dafür herausgestellt, bei den Bürgerinnen und Bürgern für mehr Aufmerksamkeit zu werben. Dazu trägt sicherlich auch der rote Doppeldeckerbus bei, in dem ebenso auf das Thema aufmerksam gemacht wird, wie durch die zahlreichen Stände der Selbsthilfegruppen und Organisationen.
Dieser Ansatz, ausgeweitet auf die gesamte Metropole Ruhr, stellt einen wichtigen Beitrag für mehr Gesundheit an Rhein und Ruhr dar. Deshalb bin ich froh über das Engagement aller Beteiligten und wünsche der Aktion “Ruhrgebiet gegen den Schlaganfall” nicht nur in meiner Heimatstadt Gelsenkirchen, sondern auch an allen anderen Orten viel Erfolg sowie ein herzliches Glückauf!