11. Mai 2011, 10:10 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 11. Mai 2011, 10:10 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Bei herrlichstem Frühlingswetter und strahlendem Sonnenschein nutzten am vergangenen Samstag (7. Mai) 30 Teilnehmer das Angebot des Kunstvereins Gelsenkirchen unter Leitung des Kunstvereinsvorsitzenden Ulrich Daduna und des stellvertretenden Gelsenkirchener Museumsleiters Reinhard Hellrung zu einer Museumsfahrt.
Ziel war diesmal das Museum „Kröller-Müller“, das eingebettet im Niederländischen Nationalpark „De Hoge Veluwe“, einer weitgehend ursprünglich erhalten gebliebenen Wald- und Heidelandschaft zwischen Arnheim und Apeldoorn, liegt und als eins der hochkarätigsten und schönsten Kunstmuseen Europas gilt. Die heute staatliche Institution geht auf eine private Kunstsammlung und Museumsgründung zurück. Seit etwa 1900 sammelte Helene Kröller-Müller, ausgehend vom Schaffen Vincent Van Goghs, vorwiegend Kunst der Klassischen Moderne. Die Sammlung umfasst hervorragende Werke des Impressionismus, Expressionismus, Kubismus, der Neuen Sachlichkeit, des Konstruktivismus und der Stijl-Gruppe um Piet Mondriaan. Das Kernstück der Sammlung aber ist ein großes Konvolut von Gemälden Vincent Van Goghs, wie es in Qualität und Umfang sonst höchstens noch im Amsterdamer Van-Gogh-Museum anzutreffen ist.
Einen besonderen Reiz erhält das Museum durch seine einmalige Verbindung von Natur und Kultur. Gelegen mitten im Wald, gestatten großflächige Verglasungen das Erlebnis von Kunst im unmittelbaren Naturkontext. Ein weitläufiger Skulpturenpark mit einer umfangreichen Sammlung zur Außenskulptur des 20. Jahrhunderts ermöglicht schließlich das Erlebnis von direkt in die Natur eingebetteter Kunst, das den klassischen Gegensatz von Natur und Kultur in idealer Weise aufzuheben scheint.
Im Rahmen einer ausführlichen und detailreichen Führung wurden den Teilnehmern interessante Einblicke in die Sammlung, in Architektur und Geschichte des Museums sowie in den Skulpturenpark gegeben. Zum Abschluss der Fahrt stand noch ein Besuch der Stadt Arnheim auf dem Programm.
Die nächste Kunstfahrt des Kunstvereins ist für den Herbst entweder zum Kulturangebot rund um die Bundesgartenschau nach Koblenz oder zum neuen Museum „MAS – Museum aan de Stroom“ in Antwerpen geplant.