17. Mai 2011, 11:20 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Im Begleitprogramm der am 3. Mai im Gemeindesaal St. Georg eröffneten Ausstellung „Zu wahr um schön zu sein... ?“ werden von der Gleichstellungsstelle der Stadt Gelsenkirchen und dem Gender-Referat im Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid verschiedene außergewöhnliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen angeboten:
Donnerstag, 19. Mai 2011, 19:00 Uhr im Gemeindesaal St. Georg, Franz-Bielefeld-Str. 42, 45881 Gelsenkirchen
„Die erkrankte Frau ist mehr als ihr Befund!“
Biografie, Kranksein und Genesung am Leben
Prof. em. Dr. Annelie Keil, Bremen
„Wer krank wird gerät in fremdes Land. Im Dschungel von Diagnosen, Bildern und Behandlungsvorschlägen zum „Brustkrebs“ drohen sich Patientinnen, Angehörige und Freunde - wir alle - zu verlieren. Die Krankheit und ihre Geschichte beherrschen das Feld der Spezialisten, der erkrankte Mensch und seine Geschichte aber verschwinden im lautstarken Trubel. Nicht nur der Medizin fehlt das Wissen vom Subjekt, das als Gestalter und Biograph des eigenen Lebens in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft am Kranksein und jeder Art von Genesung aktiv beteiligt ist. Krankheit ist keine Strafe, keine Schuld, sondern wie jede andere Krise auch eine Gelegenheit, sich und das Leben kennen zu lernen, so schwierig das auch sein mag.“ (A. Keil)
Prof. em. Dr. Annelie Keil, Jahrgang 1939, hat aus der Erfahrung von Krieg, Gefangenschaft, Flucht, dem Leben in Armut und mit Krankheiten viel gelernt. Sie promovierte 1968 und wurde 1971 als Professorin an die Universität Bremen berufen - Arbeitsbereiche:
Sozialarbeits- und Gesundheitswissenschaften, Biographie- und Lebensweltforschung. Bekannt wurde sie durch Vortragstätigkeiten, Radio- und Fernsehsendungen zum Bereich Gesundheit und Lebenskompetenzen. Sie engagiert sich ehrenamtlich in unterschiedlichen psychosozialen und Bildungsprojekten und ist Mitbegründerin des wissenschaftlichen Weiterbildungsstudiums Palliative Care an der Universität Bremen. Neben anderen Auszeichnungen erhielt sie 2004 das Bundesverdienstkreuz.
Der Abend mit Frau Prof. Dr. Keil verspricht tiefgründige, unterhaltsam und spannend vermittelte Einsichten. Interessierte Männer und Frauen sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.
Freitag, 20. Mai 2011, 18 Uhr,
Kulturraum „die flora“
Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen
„Vorsorge und Brustkrebsfrüherkennung - was ist möglich, wo sind die Grenzen?“
Fachvortrag und Podiumsdiskussion über ein brisantes Thema
Einführendes Referat: Prof. Dr. med. Heinz Otto, Leiter der Mammographie-Screening-Einheit am Marienhospital Gelsenkirchen
Fachpodium: Reni Wolf, Hebamme, Krebspatientin, Künstlerin
Heike Gebhard, MdL, Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie im Ausschuss für Frauenpolitik des Landes NRW, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion
Barbara Kols-Teichmann, Krebspatientin und Vorsitzende des Fördervereins Brustzentrum „Die Revierinitiative“ e.V.
Prof. Dr. med. Heinz Otto, s.o.
Dr. med. Christiane Weiland, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Ärztin für Naturheilverfahren, Ärztin für Psychotherapie
Moderation: Petra Koruhn, stellv. Ressortleiterin WAZ-Mediengruppe Rhein-Ruhr – Gesellschaft/Medizin, Heilpraktikerin
Der Eintritt ist frei. Interessierte Männer und Frauen sind herzlich eingeladen!
Eine Begleitveranstaltung der Ausstellung „Zu wahr um schön zu sein…?“, Malerei Reni Wolf, Künstlerische Mutprobe und inhaltliche Annäherung an das Thema „Brustkrebs“
Kontakt: Susanne Fischer, Gleichstellungsstelle der Stadt Gelsenkirchen, Tel.: 0209/169 2747 E-Mail: Susanne.Fischer@Gelsenkirchen.de