20. Mai 2011, 10:35 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die 2003 im Rahmen der großen Veranstaltungsreihe „klezmerwelten“ entstandene und im Kulturraum „die flora“ erstmalig präsentierte Ausstellung „Klezmer – hejmisch und hip“ – Musik als kulturelle Ausdrucksform im Wandel der Zeit ist nach einer „Wanderung“ durch etwa 30 Städte wieder in Gelsenkirchen angelangt: Am Donnerstag, 26. Mai 2011, um 18 Uhr wird die Ausstellung in der Neuen Synagoge (Georgstraße 2, 45879 GE-Altstadt) eröffnet. Nach Grußworten von Oberbürgermeister Frank Baranowski und Judith Neuwald-Tasbach (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen) gibt die Ausstellungskuratorin Wiltrud Apfeld (Kulturraum „die flora“) eine Einführung in das Thema. Es schließt sich ein Konzert der Gelsenkirchener Klezmerband „Badeken di Kallah“ an.
Die 1997 gegründete Formation spielt nicht nur „klassische“ Klezmermusik, die Musik der jiddischen Spielleute, der Klezmorim, sondern auch Stil übergreifende Eigenkompositionen. Der Bandname leitet sich von einer Handlung im jüdischen Hochzeitritual ab, bei der das Gesicht der Braut (= Kalle) wieder mit einem Schleier bedeckt (= Badeken) wird, nachdem sie der Bräutigam für einen kurzen Moment ohne Schleier sah. „Badeken di Kallah“ sind Piotr Rangno (bajan, accordeon), Matthias Hacker (contrabass), Norbert Labatzki (clarinet, bass clarinet, composer & arranger) und Christian Hammer (guitar).
Der Eintritt zur Eröffnung wie zu der Ausstellung selbst, die ab 30. Mai bis 27. Juni sonntags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr (außer an den Feiertagen 8./9. Juni) besichtigt werden kann, ist frei.
Wer mit „Klezmer“ nichts anfangen kann, hat spätestens nach dem Besuch der Ausstellung ein ganzes Bündel an Eindrücken gesammelt, die musikhistorisch und -ethnologisch fundiert sind. 38 großflächige Tafeln mit Bildern und Text, Materialmappen und Musikbeispiele auf mobilen CD-Playern vermitteln vielfältige Informationen über die historische Entwicklung der Klezmermusik in Osteuropa bis hin zum Revival in der heutigen Zeit – nicht zuletzt auch in Deutschland. Die Ausstellung vermittelt historische und aktuelle Informationen in Bild, Text und Ton und präsentiert anschaulich die vielfältige weltweite Diskussion zum Thema. Ein besonderer Pluspunkt ist die eigens für die Ausstellung produzierte CD mit historischen und aktuellen Musikzitaten, die die Besucher/-innen individuell über mobile MiniDisc-Geräte und Kopfhörer durch die Ausstellung begleitet.
Ausführliche Informationen im Internet unter www.klezmerwelten.de.