24. Mai 2011, 11:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Über eine Million Besucher/-innen sahen bereits den deutschen Spielfilm „Almanya - Willkommen in Deutschland“ von Yasemin Samdereli. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen zeigt den Film am Sonntag, 29. Mai, um 12:45 Uhr und am Montag, 30. Mai, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer) sowie am Mittwoch, 1. Juni, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf in der Reihe „Neuer Deutscher Film“.
In der Reihe „Oscar 2011“ steht am Dienstag, 31. Mai, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg der dänisch-schwedische Spielfilm „In einer besseren Welt“ auf dem Programm.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
„Almanya – Willkommen in Deutschland“ erzählt mit viel Humor und Einfühlungsvermögen die Geschichte von Hüseyin Yilmaz und seiner Familie, die Mitte der 60er-Jahre ihre Heimat Türkei verlassen, um als Gastarbeiter das deutsche Wirtschaftswunder zu unterstützen. Der sehr persönliche Film der Samdereli-Schwestern beruht zum Teil auf eigenen Erlebnissen, die den Zuschauer auf unterhaltsame Weise teilhaben lassen an einer Welt zwischen Orient und Okzident, an einer großen kultur- und generationenübergreifenden Familiengeschichte. Ausgezeichnet mit zwei „Deutschen Filmpreisen “ 2011 („Bester Film“ – Silber - und „Bestes Drehbuch“) sowie mit dem FBW-Prädikat „Besonders wertvoll“.
Wer oder was bin ich eigentlich - Deutscher oder Türke?" Diese Frage stellt sich der sechsjährige Cenk Yilmaz (Rafael Koussouris), als ihn beim Fußball weder seine türkischen noch seine deutschen Mitschüler in ihre Mannschaft wählen. Um Cenk ein wenig zu trösten, erzählt ihm seine 22-jährige Cousine Canan (Aylin Tezel) die Geschichte ihres Großvaters Hüseyin (Fahri Yardim/Vedat Erincin), der Ende der 60er-Jahre als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland kam und später seine Frau und Kinder nach „Almanya“ nachholte. Seither ist viel Zeit vergangen und Deutschland ist längst zur Heimat der Familie geworden. Eines schönen Abends überrumpelt Hüseyin bei einem großen Familientreffen seine Lieben mit der Nachricht, er habe in der Türkei ein Haus gekauft und wolle nun mit ihnen zusammen in ihre alte Heimat fahren. Da stellt sich allerdings für den einen oder anderen die Frage, wo eigentlich seine Heimat ist. Doch Widerworte werden nicht geduldet, und so bricht die ganze Familie in die Türkei auf. Es beginnt eine Reise voller Erinnerungen, Streitereien und Versöhnungen - bis der Familienausflug eine unerwartete Wendung nimmt.
Susanne Biers neuer Film „In einer besseren Welt“ verbindet kunstvoll zwei parallel erzählte Handlungsstränge zu einem komplexen, emotional wuchtigen Drama, das differenziert den Konflikt zwischen dem Ideal von Gerechtigkeit und Vergebung und der Erfahrung von Ungerechtigkeit und Vergeltung untersucht. Ausgezeichnet mit einem „Oscar“ und einem „Golden Globe“, jeweils in der Kategorie „Bester nichtenglischsprachiger Film“.
Der überzeugte Pazifist Anton (Mikael Persbrandt) arbeitet periodisch als Arzt in einem afrikanischen Flüchtlingslager. Er ahnt nicht, dass zu Hause in der dänischen Provinz sein Sohn von Klassenkameraden heftig gedemütigt wird. Dem setzt ein introvertierter neuer Schüler mit Gewalt ein Ende. Der Vorfall schweißt die beiden Außenseiter zusammen. Als Anton bei einem Heimatbesuch vor den Augen der Jungen eine Ohrfeige erhält und nicht zurückschlägt, wollen sich die Freunde stellvertretend für ihn rächen. Während sie einen fatalen Plan schmieden, gerät Anton in Afrika an seine moralischen Grenzen.