07. Juni 2011, 11:04 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Gleich viermal präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen den US-amerikanischen Spielfilm „Winter’s Bone“ von Debra Granik in seiner Reihe „Oscar 2011“. Gezeigt wird der Film am Pfingstsonntag, 12. Juni, um 12:45 Uhr und am Pfingstmontag, 13. Juni, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer) sowie am Mittwoch, 15. Juni, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190).
In der Monatsreihe „Familiengeschichten“ steht am Dienstag, 14. Juni, um 18 und 20:30 Uhr der dänische Spielfilm „Eine Familie“ von Pernille Fischer Christensen auf dem Programm.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Debra Graniks brillante Leinwandadaption von Daniel Woodrells Roman „Winters Knochen“ ist in erster Linie „eine Gesellschaftsstudie, die mit ethnographischem Blick ihr Sujet seziert und mit Hingabe in eine fremde, faszinierende wie abstoßende Welt eintaucht. Anklänge des Film Noir verbindet der Film mit dokumentarisch präzisen Beobachtungen eines Lebens abseits des ‚American Way of Life’ und erreicht streckenweise eine Authentizität, die schlicht atemberaubend ist, weil sie einen unverstellten (...) Blick auf das andere Amerika gestattet.“ (SCHNITT.DE) Nominiert für vier „Oscars“ in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Hauptdarstellerin“, „Bester Nebendarsteller“ (John Hawkes) und „Bestes adaptiertes Drehbuch“. – Tief in den Ozark-Bergen von Missouri lebt die 17-jährige Ree Dolly (Jennifer Lawrence), deren krimineller Vater Jessup die Familie verlassen hat. Seitdem kümmert sie sich gezwungenermaßen, aber fürsorglich um die depressive Mutter und die beiden jüngeren Geschwister. Vom örtlichen Sheriff erfährt sie, dass Jessup nicht zu einer Gerichtsverhandlung erschienen ist. Erst kürzlich durfte er gegen Kaution das Gefängnis verlassen, und eben diese Kaution droht den Dollys jetzt zum Verhängnis zu werden, denn Jessup hat das baufällige Haus inklusive Grundstück als Sicherheit verpfändet. Es bleibt nur wenig Zeit bis zur Zwangsvollstreckung. Ree setzt alles daran, ihren spurlos verschwundenen Vater ausfindig zu machen, und kämpft sich unbeirrbar durch ein Gestrüpp aus Lügen, Ausflüchten und Bedrohungen.
Mit einem exzellenten Ensemble und berührender Intensität untersucht die dänische Regisseurin Pernille Fischer Christensen in „Eine Familie“ die Strukturen und Konflikte einer weit verzweigten Familie zwischen Tradition und Moderne. Entstanden ist ein genau beobachtetes, unaufdringlich eindringliches Drama über Eltern und Kinder, über Leben und Tod sowie über Trauer und Hoffnung. Ausgezeichnet bei der Berlinale 2010 mit dem Preis der internationalen Filmkritiker („FIPRESCI“-Preis) für den „Besten Film im Wettbewerb“. – Rikard (Jesper Christensen) leitet seit vielen Jahren souverän die traditionsreiche Bäckerei Rheinwald, ein Familienunternehmen, das mittlerweile sogar das dänische Königshaus beliefert. Nach überstandener schwerer Krankheit sorgt sich der Patriarch um seine Nachfolge. Nur allzu gerne würde er Tochter Ditte (Lena Maria Christensen) eines Tages die Geschäfte anvertrauen, aber diese hat einen anderen Weg eingeschlagen und arbeitet äußerst erfolgreich als Galeristin. Liiert ist sie mit dem Künstler Peter (Pilou Asbæk), der hocherfreut Dittes lukratives Jobangebot von einer renommierten New Yorker Galerie zur Kenntnis nimmt. Für das Paar scheint ein gemeinsamer Lebenstraum in Erfüllung zu gehen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Ditte wird ungewollt schwanger und ihr Vater, den sie innig liebt und bewundert, erkrankt erneut.