14. Juni 2011, 11:22 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Als „Filmwunsch“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen den französischen Spielfilm „Das Schmuckstück“ von François Ozon gleich viermal, und zwar am Sonntag, 19. Juni, um 12:45 Uhr und am Montag, 20. Juni, 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) sowie am Mittwoch, 22. Juni, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190).
Mit dem britisch-amerikanischen Spielfilm „Willkommen bei den Rileys“ von Jake Scott zeigt das KoKi am Dienstag, 21. Juni, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast wieder eine „Familiengeschichte.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Frei nach Pierre Barillets und Jean- Pierre Grédys Theaterstück „Potiche“ entwickelt Regisseur François Ozon mit „Das Schmuckstück“ eine temporeiche, pointierte und ausgesprochen vielschichtige Komödie, die im grandios komponierten 1970er-Jahre-Look eine satirisch gefärbte Emanzipationsgeschichte aus dem bourgeoisen Milieu erzählt und stets aktuelle Bezüge herstellt. Nominiert für vier Französische Filmpreise 2011; ausgezeichnet von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“. – In einer französischen Kleinstadt Ende der 1970er-Jahre führt Suzanne (Catherine Deneuve) ein luxuriöses, aber ernüchternd langweiliges Leben im Schatten ihres Gatten Robert (Fabrice Luchini). Dieser ist ein cholerischer, chauvinistischer und gnadenlos kapitalistischer Regenschirmfabrikant, der sie lediglich als dekoratives Schmuckstück betrachtet – jedenfalls so lange, bis er aufgrund eines Arbeiterstreik und den damit verbundenen Turbulenzen eine Herzattacke erleidet und vorübergehend das Bett hüten muss. Kurzerhand übernimmt Suzanne, unterstützt von einem kommunistischen Abgeordneten (Gérard Depardieu), die Unternehmensleitung – mit durchschlagendem Erfolg.
„Willkommen bei den Rileys“ ist der zweite Spielfilm von Ridley Scotts Sohn Jake, der bisher vor allem durch Musikvideos für Bands wie Radiohead, R.E.M. und U2 für Aufmerksamkeit sorgte. Hier beobachtet Scott sensibel die Entwicklung einer höchst ungewöhnlichen Freundschaft, aus der die drei beteiligten Figuren langsam die Kraft beziehen, persönliche Probleme zu überwinden. „Mit der Mischung aus Drama, Komödie und Roadmovie (ist Scott) nicht nur großes Schauspielerkino gelungen, sondern (auch) ein beglückender Film über Menschen, die sich wirklich umeinander sorgen.“ (SPIEGEL.DE) Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Cannes, Berlin, Los Angeles, Melbourne und Deauville (alle 2010). – Auf einer Geschäftsreise nach New Orleans besucht Doug Riley (James Galdofini) einen Stripclub und begegnet dort der jungen Tänzerin Mallory (Kristen Stewart), die in ihm lediglich einen typischen Freier sieht. Aber Doug fühlt sich aus ganz anderen Gründen zu der forschen Ausreißerin hingezogen: Sie erinnert ihn an seine Tochter, die vor acht Jahren bei einem Unfall ums Leben kam und deren Verlust weder er noch Ehefrau Loïs (Melissa Leo) verarbeitet haben. Doug nimmt sich auf väterliche Weise Mallory an und beschließt, in New Orleans zu bleiben. Diese Entscheidung lässt Loïs aus der Erstarrung erwachen und wirbelt gleichzeitig die Ehe der Rileys gehörig durcheinander.