21. Juni 2011, 11:17 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 21. Juni 2011, 11:17 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Mit „Mütter und Töchter“ von Rodrigo Garcia beendet das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen seine Monatsreihe „Familiengeschichten“ mit Vorstellungen am Sonntag, 26. Juni, um 12:45 Uhr und Montag, 27. Juni, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer). Außerdem steht in der Reihe „Literatur im Film“ noch „Alles, was wir geben mussten“ von Mark Romanek auf dem Spielplan. Dieser Film läuft am Dienstag, 28. Juni, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg und am Mittwoch, 29. Juni, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190).
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Lässt sich nach vielen Jahren der Trennung eine echte Verbindung aufbauen? Welche Spuren hat das gefühlte Alleinsein hinterlassen? Und warum sind Mutter-Tochter-Beziehungen ebenso von großer Nähe wie von großen Missverständnissen geprägt? – Diese und weitere grundlegende Fragen um Ursprung und Identität erforscht Rodrigo García, Sohn des Literatur-Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez, im Rahmen des blendend besetzten, komplexen und angenehm unsentimentalen Multipersonenfilms „Mütter und Töchter“, der intelligent die verschiedenen Handlungsstränge zusammenführt. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Deauville 2010 mit dem „Großen Preis der Jury“.
Drei Frauen – drei Schicksale, die sich kreuzen: Physiotherapeutin Karen (Annette Bening) leidet bis heute unter dem Verlust ihres Kindes, das sie als 14-Jährige nach einer ungewollten Schwangerschaft zur Adoption hatte freigeben müssen. Adoptiert wurde auch Elizabeth (Naomi Watts), eine erfolgreiche und alleinstehende Anwältin, die die Erinnerung an die Vergangenheit unter Arbeitswut und gefühlskaltem Sex vergräbt. Zum perfekten Glück der verheirateten Konditoreibesitzerin Lucy (Kerry Washington) fehlt nur noch ein Baby, aber die junge Frau ist unfruchtbar und trifft schließlich die Entscheidung, ein Kind zu adoptieren.
Eine negative Gesellschaftsutopie bildet den Hintergrund von Mark Romaneks exzellenter Literaturverfilmung „Alles was wir geben mussten“, die nach Kazuo Ishiguros preisgekröntem Roman feinfühlig das fragile Beziehungsgeflecht und die inneren Befindlichkeiten der drei Hauptfiguren beleuchtet, um existenzielle Fragen zu thematisieren. „Ein komplexes, tief bewegendes Drama, das durch starke Darsteller und sorgfältig komponierte Bilder besticht.“ (SZ) Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „Besonders wertvoll“.
Kathy (Carey Mulligan), Tommy (Andrew Garfield) und Ruth (Keira Knightley) verbringen die Kindheit in Hailsham, einem scheinbar idyllischen englischen Internat. Doch der Ort birgt ein dunkles Geheimnis, das die Zukunft der Heranwachsenden betrifft und worüber niemals ein Wort fällt. Nachdem sie die Schule hinter sich gelassen haben, kommen die drei Freunde dem grausamen Schicksal, das sie als Erwachsene erwartet, unaufhaltsam näher. Dabei wird ihre enge Freundschaft durch die tiefen Gefühle der Liebe, der Eifersucht und des Verrats auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.