27. Juni 2011, 11:40 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Wie üblich wirft das Kommunale Kino im Sommer einen konzentrierten Blick auf das „Filmjahr international“. Aus den bemerkenswerten Produktionen wurden ausgewählt „The King’s Speech – Die Rede des Königs“ in der deutsch synchronisierten Fassung (3./4./6. Juli), „Unknown Identity“ (12./13. Juli), „Der Name der Leute“ (17./18./20. Juli), „Ohne Limit“ (19. Juli), „Wasser für die Elefanten“ (24./25./27. Juli), „Barfuß auf Nacktsschnecken“ (26. Juli) sowie „Four Lions (31. Juli, 1./3. August).
Außerdem steht „The Green Wave“ am 5. Juli als „Neuer Deutscher Film“ auf dem KoKi-Programm. Als besonderer filmischer Leckerbissen kann der Klassiker „Metropolis“ von Fritz Lang in einer rekonstruierten Langfassung am Sonntag/Monatg, 10./11. Juli besucht werden.
Die Filme laufen grundsätzlich sonntags ab 12:45 Uhr und montags/dienstags um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, 45897 GE-Buer) und mittwochs ab 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190). „Metropolis“ wird wegen seiner 152-minütigen Länge zu früheren Uhrzeiten gezeigt.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Keine andere Kinoproduktion hat 2011 mehr bedeutende Preise gewonnen (u. a. vier „Oscars“ in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“ und „Bester Nebendarsteller“) als THE KING’S SPEECH – und das verdientermaßen, denn Tom Hoopers Film über das Schicksal von Albert Frederick Arthur George (1895-1952), der 1936 wider Erwarten britischer König wurde, begeistert ebenso durch ein grandioses Ensemble wie durch einen äußerst feinfühligen Inszenierungsstil. Auf vielfachem Wunsch zeigt das KoKi jetzt die sorgfältig synchronisierte deutsche Fassung. — Albert (Colin Firth), der zweite Sohn des britischen Königs George V., leidet seit frühester Jugend an schwerem Stottern. Öffentliche Reden sind für den sensiblen Prinzen eine Qual. Weder Ärzte noch Psychologen konnten ihm bisher helfen. Auf Anraten seiner liebevollen Ehefrau (Helena Bonham Carter) wendet sich Albert schließlich an den exzentrischen australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush). Dessen forscher Umgangston und unorthodoxe Methoden führen zunächst zu erheblichen Irritationen. Aber dann stellen sich erste Behandlungserfolge ein.
Auf ungewöhnliche Weise beleuchtet der in Deutschland lebende Iraner Ali Samadi Ahadi (LOST CHILDREN; SALAMI ALEIKUM) in „The Green Wave“ die dramatischen Ereignisse rund um die iranische Präsidentschaftswahl 2009. Wie eine Welle breitete sich damals der Wunsch zahlreicher Bürger nach mehr Freiheit aus. Die Farbe Grün der Anhänger von Präsidentschaftskandidat Mir Hossein Mussawi wurde zum allgegenwärtigen Symbol eines möglichen Wandels.
Doch die friedliche Revolution scheiterte: Mit unerbittlicher Härte ging die Regierung Ahmadineschad gegen Oppositionelle, Aktivisten und Demonstranten vor. Regisseur Ahadi zeigt diese Geschehnisse in einer virtuosen Mischung aus dokumentarischen Aufnahmen, Interviewsegmenten und fiktionalisierten Elementen. Als roter Faden dient ihm die auf realen Internetbotschaften und -videos fußende Geschichte zweier junger Studenten, die in animierten Comicbildern erzählt wird. „Eine filmisch beeindruckende, bewegende und erhellende Collage, welche die Hoffnungen und Gefühle der Menschen hinter der ,Grünen Revolution’ transparent macht.“ (BAZ) Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Hamburg (2010), Amsterdam (2010) und Sundance (2011).