20. Juli 2011, 13:23 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Stadt Gelsenkirchen begrüßt ausdrücklich den in Düsseldorf zwischen SPD, GRÜNEN und CDU gefundenen Kompromiss zur künftigen Schullandschaft in Nordrhein-Westfalen. Er eröffnet den Städten und Gemeinden mehr Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer Schulangebote. Die neue Sekundarschule ist überall dort eine Alternative, wo sowohl Haupt- als auch Realschulen bei den Anmeldezahlen schwächeln und wo Eltern eine solche Schule ausdrücklich wünschen. In Gelsenkirchen existiert seit Jahren ein großer Anmeldeüberhang an Gesamtschulen und die jüngste Elternbefragung hat eindeutig den Wunsch der Eltern nach dieser Schulform belegt.
Bildungsdezernent Dr. Manfred Beck führt aus: „Die schnelle Einigung in Düsseldorf ermöglicht der Realschule an der St. Michael Straße und der Hauptschule am Eppmannsweg in Hassel, den von den Schulkonferenzen beschlossenen Weg weiterzugehen und zum nächsten Anmeldetermin als fusionierte Sekundarschule anzutreten. Damit kann im Ortsteil Hassel eine Schule gegründet werden, die über ihre Kooperationsvereinbarungen den direkten Weg zu allen Abschlüssen bis hin zum Abitur bietet und eine optimal Förderung aller Schülerinnen und Schüler gewährleisten soll.“
Ein weiterer positiver Aspekt ist nach Beck die Tatsache, dass die Düsseldorfer Vereinbarung zwölf Jahre gelten soll und damit die bildungspolitische Frontstellung in Nordrhein-Westfalen ein Ende gefunden hat.
Der Bildungsdezernent weist auf weitere, für Gelsenkirchen bedeutsame Aspekte des Kompromisses hin:
„(1) Die Absenkung der Klassengrößen in allen Schulformen ermöglicht bessere individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler. Da dafür mehr Personal erforderlich ist, ist die oppositionelle CDU die Verpflichtung eingegangen, eine Verankerung im Landeshaushalt mitzutragen.
(2) Es wurde ausdrücklich vereinbart, Stellenzuschläge künftig stärker nach Sozial-, Integrations- und Inklusionsindizes vorzunehmen. Damit sind die drei Fraktionen der alten Ruhrgebietsforderung ‚Ungleiches ungleich zu behandeln’ den besonderen Förderbedarfen an unseren Schulen gerecht geworden und haben damit ein Gießkannenverfahren verhindert.
(3) Auch ein Verbund von Grundschule und Sekundarstufenschule als Schulversuch wurde beschlossen. Ein solches Modell wurde in Gelsenkirchen für mehrere Standorte diskutiert und kann nun ernsthaft angegangen werden, wenn es gewollt ist.“