02. August 2011, 11:01 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Eine bessere Nutzung von Forschungsergebnissen in der kommunalen Praxis ist Ziel des „Vereins Verein für Soziale Stadtforschung und Stadtentwicklung“. Er will die Arbeit der Hochschule mit Stadtentwicklungsvorhaben der beteiligten Städte verknüpfen. Vor wenigen Wochen gegründet, setzt sich der Verein für eine stärkere Vernetzung von kommunaler Praxis und Wissenschaft ein.
Die Gründungsmitglieder – Forscher/innen, Bürgermeister und Dezernenten/innen - wollen nun gemeinsam Forschungsvorhaben durchführen und sich um einen unkomplizierten (Wissens-) Austausch zwischen Hochschulen und Kommunen bemühen. Aus Gelsenkirchen gehört Kultur-, Bildungs-, Jugend- und Sportvorstand Dr. Manfred Beck zu den Gründungsmitgliedern.
Wer eine Stadt weiterentwickeln möchte, der muss wissen, welche Prozesse im Gemeinwesen ablaufen. Durch Analysen und Beobachtungen von sozialen Netzwerken, verschiedenen Milieus und Lebensformen ihrer Bürger versprechen sich die Initiatoren genau dies. Die Forscher wollen mit speziell entwickelten Projekten für eine stärkere Teilhabe der Bevölkerung sorgen.
Für Dr. Beck ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung: „Seit Jahren besteht eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Stadt Gelsenkirchen und der Ruhruniversität Bochum. Die Vereinsgründung soll nun eine kontinuierliche Zusammenarbeit bei Stadtentwicklungsvorhaben bewirken und dies nicht nur als Stadt Gelsenkirchen, sondern gemeinsam mit mehreren anderen Städten des Ruhrgebiets.“
Dr. Beck erwartet ein schnelles Wachsen des Vereins, sowohl was die Mitgliedschaft von Verantwortungsträgern weiterer Städte angeht als auch hinsichtlich der Hochschullandschaft des Ruhrgebiets: „Da die Ruhrstädte intensiver als die meisten anderen Regionen des Landes den demografischen und sozialen Wandel bewältigen müssen, liegt es auf der Hand, das an unseren Universitäten vorhandene Wissen und die dortige Forschungskompetenz zu nutzen. Die wissenschaftlich basierte Ausrichtung kommunaler Planungen könnte in Zukunft erleichtern, drohenden negativen Entwicklungen rechtzeitig entgegen zu steuern.“
Die Gründungsmitglieder des neuen Vereins sind:
· Ulrich Ernst (1. Vorsitzender, Dezernent für Arbeit, Soziale, Gesundheit und Sport, Stadt Mülheim an der Ruhr)
· Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier (2. Vorsitzender, Professor der Soziologie Ruhr-Universität Bochum, Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Regionalforschung - Zefir)
· Jan Amonn (Dipl. Sozialwissenschaftler, Zentrums für Interdisziplinäre Regionalforschung - Zefir)
· Dr. Manfred Beck (Dezernent für Kultur, Bildung, Jugend und Sport, Stadt Gelsenkirchen)
· Prof. Dr. Jörg Bogumil (Professor am Lehrstuhl für Öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik an der Ruhr-Universität Bochum)
· Prof. Dr. Andreas Farwick (Professor der Humangeographie am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum)
· Dr. David Gehne (Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum, Koordinator Forschungsbereich am Zentrum für Interdisziplinäre Regionalforschung - Zefir)
· Volker Kersting (Dipl. Soziologe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stadtforschung und Statistik, Stadt Mülheim an der Ruhr)
· Prof. Dr. Birgit Leyendecker (Professorin an der Fakultät für Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum)
· Dr. Uli Paetzel (Bürgermeister Stadt Herten)
· Prof. Dr. Jörg Peter Schräpler (Professor der Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum)
· Birgit Zoerner (Dezernentin für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Stadt Dortmund)