08. August 2011, 11:01 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In der Reihe „Filmjahr national“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen das digitale 3-D-Kunstwerk „Pina“ von Wim Wenders am Sonntag, 14. August, um 12:45 sowie am Montag, 15. August, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6). Der Eintritt kostet 7 Euro.
Außerdem läuft ebenfalls in der Reihe „Filmjahr national“ der Dokumentarfilm „Unter Kontrolle“ von Volker Sattel am Dienstag, 16. August, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 17. August, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190).
Die Idee eines gemeinsamen Tanzfilms hat Regisseur Wim Wenders („Der Himmel über Berlin“; „Buena Vista Social Club“) und Tänzerin sowie Choreografin Pina Bausch in über 20 Jahren ihrer persönlichen Freundschaft nie losgelassen. Aber erst mit den neuesten Möglichkeiten der digitalen 3D-Filmtechnik fand Wenders die ästhetischen Ausdrucksmittel, um die emotionale Kraft von Bauschs innovativem Tanztheater auf die Leinwand zu übertragen. Durch die digitale 3D-Technologie wird die Dimension des Raums, in dem Bewegung und Tanz stattfinden, realistisch gestaltbar. Das moderne 3D-Kino entführt die Zuschauer nun auf eine ausgesprochen sinnliche Entdeckungsreise. Eine wunderbare und definitiv mitreißende Hommage an die große, leider viel zu früh verstorbene Künstlerin Pina Bausch (1940- 2009). Der Film war offizieller Beitrag zum Wettbewerbsprogramm der Berlinale 2011 (außer Konkurrenz); und wurde mit dem FBW-Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet.
„Unter Kontrolle“ hat durch die Atomkraftwerkkatastrophe in Japan eine erschreckende, neue Aktualität gewonnen. Der Traum von einer sorgenfreien, sauberen Atomkraft ist ausgeträumt. Der tiefe Glaube an den unaufhaltsamen technischen Fortschritt ist nachhaltig erschüttert. Was passiert wirklich hinter den Mauern der Kernkraftwerke? Regisseur Volker Sattel besuchte deutsche Atomkraftwerke und konnte - noch unbelastet von kommenden Ereignissen - unglaubliche Einblicke gewinnen.
Der Film zeigt in Cinemascope – einer speziellen Art der Filmaufzeichnung – mit außergewöhnlicher Kraft und Klarheit den Mensch als irritierendes Fremdteilchen in der von ihm selbst geschaffenen Welt. Die Kamera erfasst die Menschen an ihren Arbeitsplätzen, an denen sie scheinbar selbstverständlich mit der gefährlichsten Materie der Welt umgehen. Es sind Bilder, die die monströse Technik sichtbar machen - zwischen Science Fiction und alltäglichem Wahnsinn.