08. August 2011, 11:13 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Am kommenden Sonntag, 14. August, stehen ab 19:30 Uhr „Adas“ und „Dr. Bajan“ in der dritten Runde von „SommerSound 2011“ auf der Bühne des Musikpavillons im Stadtgarten Gelsenkirchen (Zugang u. a. über die Zeppelinallee) – wie immer umsonst und draußen. Der Biergarten öffnet bereits um 18 Uhr.
Die reine Frauenband „Adas“ macht ihrem Namen (spanisch für "Feen") alle Ehre. Sie singen Legenden und Sagen aus fernen Zeiten, traditionelle und eigene Weisen, filigran untermalt von Harfe, Geige, Flöten, Lauten, Waldzither, Percussion und Bodhrán (eine irische Rahmentrommel).
Die halbspanischen Zwillingsschwestern Angelika und Stefanía Voigt gründeten „Adas“ im Jahr 2000 zusammen mit Delia Göbel und Andi Scharf; 2008 stieß auch Martina Geelhaar zu ihnen. Alle Bandmitglieder genossen klassische Ausbildungen auf ihren Instrumenten sowie Weiterbildungen im Bereich Folk, Weltmusik und Alte Musik.
Großen Anklang fanden „Adas“ nicht nur live bei Auftritten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Irland und Spanien, auch ihr Debütalbum Gezeiten (produziert von Hubsi Widmann, ehem. „Schandmaul“, „Faun“) bescherte ihnen 2008 eine Flut von begeisterten Rezensionen und einen festen Platz in den Playlisten unabhängiger Radios. Ihr zweites Studioalbum Echo (2010) erntete ebenfalls beste Kritiken in der Folkwelt. Elegant gelingt es der charismatischen Frauenband, keltische, spanische und nordische traditionelle Elemente zu ihrem ganz persönlichen Stil zu vereinen. Wer „Adas“ einmal live erleben durfte, wird den Zauber kaum vergessen können, der die fünf umgibt.
Mit „Sovietabilly“ wird die Musik von „Dr. Bajan“ umschrieben. Woher soll ein einfacher Sterblicher wissen, dass man ein Bajan (die osteuropäische Form des Chromatischen Knopfakkordeons). auch ganz anders spielen kann als die Donkosaken? Urban-speed-folk? worldmusic-art-rock? Wenn man einmal diese orgastische Trance erlebt hat, weiß man, dass sämtliche Versuche, einen treffenden Begriff zu finden, einfach zu kurz greifen. Sovietabilly ist eben eine eigenwillige Mischung der russischen und europäischen Musiksprache, geprägt durch das alles überragende Lead-Akkordeon, dem Bajan.
Nicolai Fomin als Dr. Bajan spielt eigene Musik mit traditionellen Instrumenten. Die Texte sind russisch, die Besetzung international - ein Russe, ein Ukrainer, ein italienischer Schweizer und ein Deutscher. Alle haben große Erfahrung in verschiedenen Genres der europäischen Musikkultur.
Die Geige ist sehr erfahren in klassischer und Zigeunermusik, der Kontrabass kommt von der Avantgarde, mit italienischer Folkmusik unterlegt, und das Schlagzeug trommelte bislang exquisiten Jazz. Zusammen ergibt das eine feurige Mischung, die sofort die Sohlen heiß werden lässt. Mit ihrer unglaublich intensiven Bühnenpräsenz wurden Nikolai Fomin, Anton Teslia, Davide de Bernardi und Alf Schulze Preisträger beim Musikfestival-Wettbewerb Musica Vitale 2004 und gewannen den sechsten world wide music award für Berlin und Brandenburg. Außerdem wurde „Dr. Bajan“ mit dem Berliner Creole Preis 2008 ausgezeichnet.
Redaktionelle Anmerkung: Druckfähiges Bildmateriel über http://www.gelsenkirchen.de/de/Kultur/SommerSound/Aktuelles/_doc_2011/ADAS.asp und http://www.gelsenkirchen.de/de/Kultur/SommerSound/Aktuelles/_doc_2011/DrBajan.asp.