15. August 2011, 11:30 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In der Monatsreihe „Filmjahr national“ stehen ab Sonntag gleich zwei Filme auf dem Programm des Kommunalen Kino (KoKi) Gelsenkirchen. „Das Blaue vom Himmel“ läuft am Sonntag, 21. August, um 12:45 Uhr sowie am Montag, 22. August, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast. „Polnische Ostern“ kann am Dienstag, 23. August, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 24. August, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf „gefeiert“ werden.
Regisseur Hans Steinbichler (WINTERREISE; HIRANKL) begibt sich mit „Das Blaue vom Himmel“ auf eine emotionale Zeitreise in die 1930er- und 1990er-Jahre, um sensibel dem Schicksal seiner beiden weiblichen Hauptfiguren nachzuspüren. Vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte dieser zwei Frauen entfaltet er ein bewegendes, poetisches Drama über Verdrängung, Schuld und die Kraft des Verzeihens. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „Wertvoll“. — Sofia (Juliane Köhler) steht nur noch sporadisch in Kontakt mit ihrer Mutter Marga (Hannelore Elsner), unter deren mangelnden Zuwendung sie stets gelitten hat. Durch Margas fortschreitende Alzheimer-Erkrankung sieht sie sich allerdings jetzt gezwungen, für die eigensinnige alte Dame da zu sein, die, überwältigt von Schuldgefühlen aus der Vergangenheit, mehr und mehr den Bezug zur Gegenwart verliert. Unerwartet offenbart Marga Ängste, Wunden und Sehnsüchte. Wie ein Kind fordert sie plötzlich Zärtlichkeit und erzählt zuweilen von weit zurückliegenden Ereignissen, die Sofia völlig unbekannt sind. Eine leise Ahnung, dass Margas Vergangenheit auch ihre eigene betrifft, veranlasst Sofia, kurzerhand mit der Mutter nach Riga zu reisen.
Anhand einer ebenso warmherzigen wie berührenden Tragikomödie um die Suche eines einsamen, verbitterten Mannes nach Zuneigung und Geborgenheit beleuchtet Regisseur Jakob Ziemnicki „Polnische Ostern“ augenzwinkernd bestehende Vorurteile im deutsch-polnischen Verhältnis und wirbt angenehm unverkrampft für gegenseitiges Kennenlernen und Verstehen. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „Wertvoll“. — Werner Grabosch (Henry Hübchen) trifft das Schicksal hart: Nachdem tragischen Unfalltod seiner Tochter verliert er auch noch per Jugendamtbeschluss seine innig geliebte Enkelin Mathilda an deren polnischen Vater. Von ihm hält der deutsche Bäckermeister nicht gerade viel – und schon gar nicht von Polen. Grabosch will unbedingt das Sorgerecht zurückgewinnen und schmiedet den Plan, über Ostern Mathildas neue Familie aufzusuchen, sie auszuspionieren und Beweise für die unhaltbaren Zustände in Polen zu sammeln. Zunächst läuft alles wie geschmiert, doch dann fühlt er sich auf „feindlichem Gebiet“ eigenartigerweise immer wohler.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.