22. August 2011, 10:30 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Monatsreihe „Filmjahr national“ des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen endet mit den Filmen „Eine Insel namens Udo“ (Sonntag, 28. August, 12:45 Uhr und Montag, 29. August, 18/20:30 Uhr – Schauburg sowie Mittwoch, 31. August, 19:30 Uhr – Gesamtschule Buer) und „Joschka und Herr Fischer“ (Dienstag, 30. August, 18/20:30 Uhr – Schauburg).
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Angelehnt an die klassischen amerikanischen Screwball Comedies („Screwball“ bezeichnet umgangssprachlich eine Person mit eigenartigen Angewohnheiten) erzählt Markus Sehrs beschwingtes Leinwanddebüt „Eine Insel namens Udo“ zwischen knallbuntem Humor und gefühlvoller Zärtlichkeit die kuriose Liebesgeschichte zweier Außenseiter, die sich oft selbst im Weg stehen.
Der zurückhaltende Udo (Kurt Krömer) leidet unter „Schwersichtbarkeit“ – er wird von anderen Menschen schlichtweg übersehen, wenn er sie nicht direkt anspricht oder berührt. Diese Eigenschaft kommt dem Sonderling bei seinem Kaufhausdetektivjob sehr entgegen. Und da ihn sowieso keiner wahrnimmt, hat er gleich ein Zelt in der Sportwarenabteilung bezogen. Udos bisher geregeltes Leben gerät kräftig durcheinander, als er Jasmin (Fritzi Haberlandt) begegnet. Die Hotelmanagerin macht Udo auf Anhieb aus – mit weitreichenden Folgen.
68er-Aktivist, Stadtguerillero, Taxifahrer, Sponti, hessischer Umweltminister in Turnschuhen und deutscher Außenminister im Anzug – das alles war Joseph „Joschka“ Fischer, den Regisseur Pepe Danquart (AM LIMIT; HÖLLENTOUR) in „Joschka oder Herr Fischer“ durch die Stationen seines bewegten Lebens wandern lässt – ein Blick auf sechs Jahrzehnte deutscher Geschichte. In den Fokus geraten u. a. die wilden Tage der außerparlamentarischen Opposition (APO), die „bleierne Zeit“ des RAF-Terrors, die Anfänge der Anti-Atomkraftbewegung, die Gründungsphase der „Grünen“, der Fall der Mauer und die erste rot-grüne Bundesregierung. Fischers informative, teils äußerst amüsante Erinnerungen und die interessanten Archivbilder ergeben eine enorm aufschlussreiche, stets unterhaltsame Mischung aus persönlicher Biografie und zeitgeschichtlicher Retrospektive.