24. August 2011, 10:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Auch in diesem Jahr waren wieder 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommerateliers der VHS Gelsenkirchen gemeinsam unterwegs. Die Frauen und Männer, teils noch berufstätig, teils im wohlverdienten Ruhestand, trafen sich bereits zum elften Mal zu dieser beliebten Kreativwoche. In diesem Jahr führte die Reise an verschiedene Stationen entlang des Rheins: von Duisburg-Homberg über Alsumer Berg / Beecker Halde, Bislich bis nach Ostroy nahe Xanten. Die Motive der künstlerischen Reise waren auch in diesem Jahr vielfältig und zeigen neben der charakteristischen Industriekultur der Fördertürme, Halden und Schiffshebewerke Landschaftsmalereien vor Industriepanoramen und atmosphärische Stimmungsbilder.
Die fünf intensiven Tage wurden auch in diesem Jahr genutzt, um die handwerklichen Fähigkeiten zu verbessern und sich in verschiedenen Materialien auszuprobieren. Dabei loten alle die Perspektiven der Motive aus oder fangen Tagesstimmungen mit ihren jeweiligen Licht- und Schattenspielen ein. Eine besondere Herausforderung ist das künstlerische Festhalten des Schiffsverkehrs, das einen schnellen und präzisen Strich erfordert. Das Motiv muss innerhalb weniger Minuten skizziert und perspektivisch richtig erfasst werden. Die Arbeitsweisen sind unterschiedlich und die Teilnehmer und Teilnehmerinnen experimentieren in verschiedenen Techniken. „Im Kopf sieht’s immer anders aus“, beschreibt eine Teilnehmerin den Unterschied zwischen Motivsuche und endgültigem Ergebnis. „Dabei geben wir uns gegenseitig Tipps“, berichtet eine andere Teilnehmerin, „natürlich mit Feingefühl, denn wir sind alle keine Anfänger mehr“. Über die Jahre haben sich Freundschaften gebildet, aber auch neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer des VHS-Kurses werden herzlich aufgenommen.
Das neugierige Einlassen auf die neue Umgebung, das Genießen der Landschaft und der Austausch in der Gruppe sind Elemente des Sommerateliers, die bei allen Mitreisenden gut ankommen und zum besonderen Flair des Kurses beitragen. „Man kann die Ruhe und Entspannung in der Natur genießen und beim Malen und Zeichnen die Gegend entdecken“, beschreibt Hans Stüber die Besonderheiten des Kurses. Stüber, zum wiederholten Male Organisator des Kurses, ist selbst leidenschaftlicher Maler und seit seiner Jugend mit den Motiven der Industriekultur verbunden. Er hatte auch in diesem Jahr den Kurs professionell organisiert, motivreiche Standorte ausgesucht, die Anfahrtspläne für die Malorte erarbeitet, weiß von historischen Hintergründen der besuchten Orte zu berichten und hat die Gruppe in der Durchführung des Projektes beraten.
Die entstanden Bilder aus Öl und Acryl, die Aquarelle, Grafiken und Pastell- sowie Kreidezeichnungen werden im Rahmen einer Ausstellung in Essen in den nächsten Monaten zu betrachten sein. Die Gruppe hatte bereits in den vergangenen Jahren immer wieder Ausstellungen in Gelsenkirchen, Essen und Mülheim organisiert und profilierte sich so als ein VHS-Kurs der Kunst des Ruhrgebietes.
Anja Herzberg, neue Programmbereichsleiterin für Kulturelle Bildung an der VHS Gelsenkirchen, setzt sich für die Fortführung des Kurses ein. „Er soll noch lange weiterbestehen“, wünscht sie sich, „denn hier treffen idealer Weise viele Erfahrungsmöglichkeiten zusammen. Menschen begegnen sich zur gemeinsamen kreativen Arbeit, sie entdecken ihre Umwelt und machen künstlerische Erfahrungen, die sehr bereichernd sind.“ So ist auch für das kommende Jahr die Durchführung eines Sommerateliers geplant.
Das aktuelle Programm für das Herbstsemester 2011 informiert über weitere Kreativkurse und die Angebote aller Programmbereiche der VHS Gelsenkirchen.
Weitere Informationen zu Kursen und Anmeldungen sind auch im Internet unter www.vhs-gelsenkirchen.de erhältlich.