08. September 2011, 12:03 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Der Strukturwandel in Gelsenkirchen rund um Umwelt- und Klimafragen stand am Dienstag (6. September 2011, im Mittelpunkt eines ganztägigen Besuchs von 24 hochrangigen Vertretern aus China im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Die Mitglieder der chinesischen Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (National Development and Reform Commission - NDRC) sowie Führungskräfte der Stadt Xiaoyi aus der NRW-Partnerprovinz Shanxi sprachen ausführlich mit Fachleuten des Wissenschaftsparks, des Instituts Arbeit und Technik und der Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen.
Wie Delegationsleiter Qingyun Wang, NDRC-Abteilungsleiter, erklärte, ist die Stadt Xiaoyi ist Modellregion von nationaler Bedeutung und engagiert sich sehr bei der nachhaltigen Transformation und Sanierung von Kohlebergbaugebieten. Xiaoyi selbst ist eine typische chinesische Bergbaustadt mit 475.000 Einwohnern. Neben der Förderung von Verkokung von Kohle wird dort auch Bauxit gefördert und Aluminium hergestellt.
Dr. Heinz-Peter Schmitz-Borchert, Geschäftsführer des Wissenschaftsparks, begrüßte die Delegation. Nach einem Rundgang durch das Haus informierte Wolfgang Jung, Projektleiter Zukunftsenergien, die Delegation über die Rolle des Wissenschaftsparks bei der Entwicklung von Gelsenkirchen zur Solarstadt und Stadt der Zukunftsenergien. Von Dr. Dieter Rehfeld, Direktor des Forschungsschwerpunkts Innovation, Raum & Kultur beim Institut Arbeit und Technik, erfuhren die Besucher, wie in Deutschland Leitbilder zur Raumentwicklung entwickelt werden. Erstaunt waren sie, dass es keine festen Zeitpläne für den Strukturwandel gibt. Wirtschaftsgeografische Ansätze zum Aufbau von Clustern für innovative Industrien sowie die Aktivitäten der Europäischen Union fanden ihr besonderes Interesse.
Nachmittags, beim Besuch der städtischen Wirtschaftsförderung, stand zunächst ein Einblick in die Organisation der Wirtschaftsförderung selbst auf dem Programm. Neben einem Überblick über wichtige Wirtschaftssektoren in Gelsenkirchen zeigte Abteilungsleiter Andreas Piwek den Besuchern zudem anhand der Beispiele Nordsternpark, Graf Bismarck und Schalker Verein, wie ehemalige Montanflächen mit neuen Nutzungen zu Aktivposten im Strukturwandel werden.
Die Reise wurde von der Deutschen Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (GIZ) GmbH organisiert. Neben dem Ruhrgebiet stehen auch München und Berlin auf dem Programm.