19. September 2011, 10:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Monatsreihe „Anderssein“ des Kommunalen Kinos Gelsenkirchen schließt mit „Alles koscher!“ ab. Der Film wird am Sonntag, 25. September, um 12.45 Uhr und Montag, 26. September, 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast sowie am Mittwoch, 28. September, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf gezeigt.
„Naokos Lächeln“ steht in der Reihe „Literatur im Film“ am 27. September auf dem Programm und wird um 18 und 20.30 Uhr in der Schauburg präsentiert.
Die ebenso temporeiche wie hintersinnige Komödie „Alles koscher!“ von Regisseur Josh Appignanesi benutzt die Identitätskrise des quirligen Hauptcharakters, um mit typisch britischem Humor einen entlarvenden Blick auf kulturelle Vorurteile, religiösen Übereifer und ethnische Ressentiments zu werfen. „Ein wunderbar unverkrampftes Plädoyer für Toleranz.“ (SZ)
Der Londoner Taxifahrer Mahmud Nasir (Omid Djalili) ist ein treuer Ehemann, fürsorglicher Vater und überzeugter Moslem, auch wenn er es mit religiösen Regeln nicht ganz so genau nimmt. Eine Entdeckung im Nachlass seiner kürzlich verstorbenen Mutter stellt das Leben des rundlichen Gemütsmenschen völlig auf den Kopf: Er wurde adoptiert und hat jüdische Wurzeln! Höchst irritiert geht Mahmud bei einem jüdischen Nachbarn in die religiöse und kulturelle Lehre, ehe ihm sein Sohn offenbart, dass er die hübsche Stieftochter eines fanatischen Islampredigers heiraten will. Dieser stimmt der Ehe allerdings nur zu, wenn sich die Familie Nasir als ehrwürdig und streng muslimisch erweist.
Feinfühlig erfasst Regisseur Tran Anh Hung in „Naokos Lächeln“ die Essenz von Haruki Murakamis populärem Roman und kreiert vor dem Hintergrund einer bewegten Zeit ein intensives, in sinnlich-poetische Bilder gekleidetes Drama um verwundete Seelen, erwachende Liebe, unerfüllte Sehnsüchte und den Prozess des Erwachsenwerdens. „Ein melancholisches Meisterwerk von bestechender Schönheit und Klarheit.“ (CINEMA) Ausgezeichnet u. a. mit einem „Asian Film Award“ 2011 („Beste Kamera“).
Japan Ende der 1960er-Jahre. Kizuki liebt Naoko (Rinko Kikuchi) und ist mit Toru (Kenichi Matsuyama) eng befreundet. Die drei Jugendlichen treiben unbeschwert durch ihre restliche Schulzeit – bis Kizuki aus unerfindlichen Gründen Selbstmord begeht. Zwei Jahre später studiert Toru Literatur an einer Tokioter Universität. Während die Straßen erfüllt sind vom Lärm der Studentenproteste, vergräbt er sich hinter Büchern. Zufällig begegnet er Naoko wieder und beginnt zu spüren, dass er mehr für die labile, introvertierte junge Frau empfindet als nur Freundschaft. Eine Liebesbeziehung scheint möglich, doch dann verschwindet Naoko spurlos. Erst nach Monaten erfährt Toru von ihrem Aufenthalt in einem entlegenen Sanatorium. Er hofft immer noch auf eine gemeinsame Zukunft, obwohl inzwischen eine temperamentvolle, selbstbewusste Kommilitonin in sein Leben getreten ist
Der Eintritt kostet 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.