19. September 2011, 10:55 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Erst einmal herzlich Willkommen zum Studienstart auch von meiner Seite! Schön, dass Sie sich dafür entschieden haben, den spannenden Lebensabschnitt „Studium“ hier bei uns in Gelsenkirchen zu verbringen.
Studium und Gelsenkirchen, das ist eine Kombination, die vermutlich viele ihrer Freunde, Bekannten und Familienmitglieder erst einmal hat stutzen lassen. Denn ja, es stimmt, wir sind nicht unbedingt ein Standort, der automatisch mit Hochschule und Universitäts-Flair assoziiert wird. Ich gebe zu: Wir sind nicht Heidelberg, Marburg oder Tübingen. Wir sind Schnörkellos, ehrlich, auf den Punkt.
So ist man eben hier in Gelsenkirchen, hier im Ruhrgebiet. Wer die Idylle und Beschaulichkeit einer traditionellen kopfsteingepflasterten Uni-Stadt sucht, der sucht hier vergebens. Sowas findet man eher in westfälischen Kleinstädten. Und deshalb ist es eigentlich Vorspielung falscher Tatsachen, wenn die Fachhochschule Gelsenkirchen künftig Westfälische Hochschule heißen soll. Aber wer bereit ist anzupacken, wer Innovationen zu seinem Beruf machen will, wer gestalten will, Brüche nicht scheut und das echte Leben sucht, der muss zu uns ins Revier.
Auch heute wird hier im Revier nach wie vor - wie man so schön sagt - „malocht“. Aber mit Köpfchen. Und dafür ist Ihre künftige Hochschule das allerbeste Beispiel. Mit der Erforschung und Lehre von anwendungsorientierter Hochtechnologie, der produktiven Nähe zur Industrie und der zukunftsfähigen Transformation der Themen, die hier eine große Tradition haben wie zum Beispiel Energie und Werkstoffe, aber auch mit der Erschließung ganz neuer Themen- und Lehrgebiete im Gesundheitsbereich oder im Kulturmanagement.
Sie sehen: Sie haben mit der FH Gelsenkirchen eine gute Wahl getroffen! Doch nicht nur die Hochschule wird Ihnen - da bin ich mir sicher - gefallen, auch unsere Stadt und das Ruhrgebiet werden Ihnen mit der Zeit ans Herz wachsen. Denn auch wenn wir auf den ersten Blick vielleicht einen nun, sagen wir, „herben“ Charme haben. Unter der vermeintlich harten Schale schlummern viele liebenswerte, spannende und interessante Seiten, die entdeckt werden wollen. Schauen Sie nach und überzeugen Sie sich selbst!
Ich wünsche mir jedenfalls, dass Sie die Stadt Gelsenkirchen nach und nach entdecken und zu Ihrer ersten oder zweiten Heimat machen. Ich wünsche Gelsenkirchen, dass möglichst viele von Ihnen unsere Stadt bereichern, sie noch bunter, noch vielfältiger machen. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie sich rasch in Gelsenkirchen und rasch an Ihrer Hochschule heimisch fühlen und Ihr Studium – trotz allem Stress – auch genießen können.
Denn ein Studium ist immer auch eine besondere Zeit im Leben. Ein Studium ist nicht nur Lernen, Denken und „st“ von „ct“ unterscheiden können. Es ist vielmehr auch eine Phase des Ausprobierens, des sich-Weiterentwickelns, des Erwachsen-werdens. Eine tolle Zeit, in der man lernt auf eigenen Füßen zu stehen, in der man nicht mehr „nur“ Schülerin oder Schüler ist, sondern Studentin oder Student. Eine Zeit, die neue Horizonte eröffnet und in der neue Freundschaften geschlossen werden.
Liebe Studierende, genießen Sie diese Zeit! Lassen Sie sich durch sie vorbereiten auf das, was danach kommt. Das Leben, ein Beruf und vieles mehr.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf ihrem Weg und bei ihrem Studium. Auf eine spannende und lehrreiche Zeit hier bei uns in Gelsenkirchen.
Glück auf!