10. Oktober 2011, 11:09 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 10. Oktober 2011, 11:09 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Seine Hauptreihe „Komödien“ setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen mit dem französischen Film „Nichts zu verzollen“ fort. Der Film wird am Sonntag/Montag, 16./17. Oktober, im Schauburg Filmpalast und am Mittwoch, 19. Oktober, in der Gesamtschule Ückendorf gezeigt.
„Literatur im Film“ gibt es am Dienstag, 18. Oktober, mit „Die Einsamkeit der Primzahlen“.
Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12:45 Uhr, am Montag und Dienstag um 18 und 20:30 Uhr sowie am Mittwoch um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 €. Dazu gibt es verschiedene Ermäßigungen.
Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Dany Boon („Willkommen bei den Sch'tis“) gelang mit „Nichts zu verzollen“ erneut eine herrlich quirlige Komödie voller Wortwitz und Slapstick, die bei allem Humor auch ernste Töne anschlägt. Der Film erinnert charmant an den klassischen französischen Gendarmenfilm mit Louis de Funès und führt gleichzeitig menschliche Schwächen und Ressentiments ad absurdum, um unverkrampft für ein tolerantes Miteinander zu plädieren.
Der Film spielt vor dem Hintergrund der sich erweiternden Europäischen Union. Keine Frage, wenn in Europa so „kriminelle Beschlüsse“ wie das Schengener Abkommen – die Abschaffung der stationären Grenzkontrollen – in Kraft treten, kommen schwere Zeiten auf das belgisch-französische Grenzstädtchen Courquain zu. Das jedenfalls meint der belgische Zollbeamte Ruben (Benoit Poelvoorde), dessen französischer Gegenspieler Mathias (Dany Boon) nur wenige Meter von ihm entfernt den Dienst verrichtet. Nach einer übertrieben strengen Kontrollaktion wird Ruben zum mobilen französisch-belgischen Patrouillendienst abkommandiert. Ausgerechnet an der Seite von Mathias, der noch dazu mit Rubens hübscher Schwester (Julie Bernard) heimlich liiert ist, soll er nun Drogenschmuggler aufspüren.
Feinfühlig hat der italienische Regisseur Saverio Costanz in „Die Einsamkeit der Primzahlen“ die Essenz von Paolo Giordanos mehrfach prämiertem Roman destilliert, um ein atmosphärisch dichtes, visuell bestechendes und emotional intensives Drama entstehen zu lassen, das im geschickt arrangierten Wechselspiel zwischen drei Zeitebenen den Befindlichkeiten und Sehnsüchten zweier verletzter Seelen nachspürt. Das Drama wurde ausgezeichnet beim Kopenhagener Filmfestival „CPH:PIX“ 2011 mit dem Publikumspreis.
Mit Alice (Alba Rohrwacher) und Mattia (Luca Marinelli) treffen zwei junge, introvertierte Außenseiter aufeinander, die beide unter einem traumatischen Kindheitserlebnis leiden. Sofort spüren sie eine tiefe Seelenverwandtschaft, aus dem eine gleichsam enge wie distanzierte Freundschaft erwächst – irgendetwas scheint stets zwischen ihnen zu stehen. Durch Mattias Auslandsstudium werden sie für Jahre getrennt, aber die Ereignisse im Leben des anderen verbinden sie weiterhin, inniger, als sie es sich zuvor eingestanden haben. Je größer die Distanz ist, desto mehr erfüllt Alice und Mattia das Bedürfnis nach Nähe.