13. Oktober 2011, 16:56 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die neue Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Karola Geiß-Netthöfel, war heute (13. Oktober) zu Gast im Haupt-, Finanz-, Beteiligungs- und Finanzausschuss der Stadt Gelsenkirchen. Im Rahmen ihrer Antrittsbesuche bei den 15 Mitgliedsstädten und -Kreisen der Metropole Ruhr ist Gelsenkirchen ihre zweite Station. Den Ausschussmitgliedern stellte die 53-jährige Juristin die künftigen Herausforderungen und Perspektiven der Metropole Ruhr und des RVR vor.
Ein zentrales Thema war die stark belastete Verkehrsinfrastruktur des Ballungsraums. Neue Mobilitätskonzepte wie der Radschnellweg Ruhr, der die Zentren der Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Hamm und den Kreis Unna miteinander verbinden soll, können Abhilfe leisten. Die zentrale Ost-West-Verbindung im regionalen Radwegenetz der Metropole Ruhr soll Berufspendlerinnen und Berufspendlern das Umsteigen vom Auto auf das Rad erleichtern und staugefährdete Innenstädte, Autobahnen und Landstraßen erheblich entlasten.
Die Entwicklung der Bildungsregion ist für die Regionaldirektorin eine der wichtigen Herausforderungen der Metropole Ruhr. Derzeit erarbeitet der RVR gemeinsam mit weiteren Partnern den Bildungsbericht Ruhr, eine empirisch basierte Beschreibung und Analyse von Bildungsangeboten, -prozessen und -ergebnissen in der Region. Die Ergebnisse werden am 20. Januar 2012 erstmals öffentlich vorgestellt. Auf dieser Grundlage können im Dialog mit allen relevanten Akteuren neue Angebote bzw. Strukturen entwickelt werden.
Als gemeinsames Folgeprojekt der Ruhrgebietsstädte zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010 sieht die Verbandsdirektorin den Klimaschutz. Die Energieregion Ruhrgebiet könne hier ihr gesammeltes Know How einbringen und Vorreiter in ganz Deutschland sen. Hier will Karola Geiß-Netthöfel alle Kommunen an den Tisch holen.
Karola Geiß-Netthöfel möchte gerne an die gute und konstruktive Zusammenarbeit der vergangenen Jahre anknüpfen und erinnerte an erfolgreiche Kooperationsprojekte. Der Ausbau der Erzbahntrasse mit der „Grimberger Sichel“ als grüne Nord-Südverbindung zwischen dem Kreis Recklinghausen, Gelsenkirchen und Bochum hat mehr Lebensqualität für Stadt und Region geschaffen. Das im Aufbau befindliche Geonetzwerk Metropole Ruhr stellt eine wichtige Planungsplattform dar, die die Geodaten der Region im Gesamten darstellt und die Städte bei ihren Aufgaben unterstützen soll.
Seit August 2011 ist Karola Geiß-Netthöfel die neue Regionaldirektorin des RVR mit Sitz in Essen. Zuvor war die Juristin aus Lünen Regierungsvizepräsidentin bei der Bezirksregierung Arnsberg.
Der Regionalverband Ruhr ist die gesetzlich legitimierte Klammer der Metropole Ruhr. Zu den Aufgaben des Verbandes gehören regionale Wirtschafts-, Kultur- und Tourismusförderung, Freiflächenentwicklung und die staatliche Regionalplanung. Die Route der Industriekultur und der Emscher Landschaftspark sind zwei regionale Großprojekte in Trägerschaft des RVR.