14. November 2011, 11:55 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Der französische Spielfilm „Mein Stück vom Kuchen“ setzt die Reihe „Komödien“ des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen fort. Gezeigt wird der Film am Sonntag, 20. November, um 12:45 Uhr und am Dienstag, 22. November, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast sowie am Mittwoch, 23. November, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
In der Reihe „Neuer Deutscher Film“ läuft am Dienstag, 22. November 2011, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg „Über uns das All“.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Den Zusammenprall zweier Welten nutzt Regisseur Cédric Klapisch in „Mein Stück vom Kuchen“, um eine erstaunlich leichtfüßige Komödie mit deutlichen sozialkritischen Untertönen zu inszenieren, die an das engagierte Kino des Briten Ken Loach erinnert und doch unverkennbar französisch ist. Offizieller Beitrag zum Filmfestival in Los Angeles und zum „Tribeca Film Festival“ in New York (beide 2011).
Die Schließung einer Fabrik im nordfranzösischen Dünkirchen bringt France (Karin Viard) an den Rand der Verzweifelung. 20 Jahre war die alleinerziehende Mutter von drei Töchtern bei dem betroffenen Unternehmen beschäftigt – jetzt steht sie vor dem Nichts. France wagt den Schritt nach Paris, wo sie der smarte Börsenhai Steve (Gilles Lellouche) als Reinigungskraft engagiert. Während sie schon bald immer mehr Aufgaben für ihn übernimmt, kommen sich die beiden ungleichen Charaktere näher – bis France erfährt, dass Steve die Firmenpleite maßgeblich zu verantworten hat.
Jan Schomburgs beeindruckendes Kinodebüt „Über uns das All“ zeichnet nuanciert das Psychogramm einer von Sandra Hüller grandios verkörperten Frauenfigur zwischen dem abrupten Ende einer großen Liebe und der Möglichkeit eines Neubeginns. „Ein spannender, bewegender Film, gleichzeitig rätselhaft und offen, mit einer seltsamen und seltenen Herzlichkeit. Ein kleines Wunder.“ (SPIEGEL ONLINE) Ausgezeichnet bei der Berlinale mit dem Preis „Label Europa Cinemas“ sowie beim Filmkunstfest Schwerin mit dem Hauptpreis (beide 2011).
Nach dem Selbstmord ihres innig geliebten Partners Paul (Felix Knopp) muss Martha (Sandra Hüller) entdecken, dass er eine Doppelexistenz geführt hat: Die bravourös bestandene Promotion als Mediziner, die lukrative Anstellung in Marseille, wo die Zukunft des Paares liegen sollte – alles erlogen. Angesichts dieser unfassbaren Enthüllungen ist Martha nicht fähig, Trauer über den Verlust zu empfinden. Stattdessen will sie den Traum vom perfekten Glück weiterleben und fällt in die Arme des Dozenten Alexander (Georg Friedrich), der sie an Paul erinnert.