15. November 2011, 10:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Oberbürgermeister Frank Baranowski und Sparkassendirektor Bernhard Lukas haben heute den Gelsenkirchener Jugendpreis 2011 an die Preisträger, drei Schülergruppen aus Gelsenkirchen, übergeben.
Unter dem Motto "Raise your voices – sagt Eure Meinung!" hatte das Referat Erziehung und Bildung der Stadt Gelsenkirchen gemeinsam mit der Sparkasse Gelsenkirchen Anfang April zur Teilnahme am Wettbewerb zum Gelsenkirchener Jugendpreis 2011 aufgerufen.
Die Stadt Gelsenkirchen und die Sparkasse Gelsenkirchen möchten mit dem Jugendpreis 2011 junge Menschen anregen, sich mit dem Themenkomplex Rechtsextremismus und Gewalt kreativ und künstlerisch auseinander zusetzen. Dabei waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Zugelassen waren Bilder, Collagen, Fotomontagen, Plakate, Lieder als Rap, Rocksong oder auch a-cappella, Tonaufnahmen, Videoclips oder Kurzfilme.
Der Wettbewerb richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10. Sie sollten ein Kunstwerk gegen Rechtsextremismus und Gewalt schaffen und es mit einer eindeutigen Aussage, einem klaren Statement untermauern.
Die Sparkasse Gelsenkirchen hat dazu Preise in Höhe von insgesamt 1750 Euro zur Verfügung gestellt.
Oberbürgermeister Frank Baranowski lobte das Engagement der Jugendlichen und forderte sie auf, ihre Stimmen zu erheben: „Traut euch, Position zu beziehen gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt, gegen Ausgrenzung und dumpfes Ressentiment! Auf euch kommt es in unserer Gesellschaft ebenso an wie auf die Erwachsenen, euer Statement zählt genauso viel. Das ist die Botschaft, die von diesem Preis ausgeht. Und wie wichtig eine Botschaft gegen Rechtsextremismus und Gewalt ist, haben wir leider vor wenigen Tagen erneut erfahren müssen. Am Wochenende hat sich herausgestellt, dass gleich mehrere heimtückische Mordanschläge in unserem Land einen rechtsradikalen Hintergrund hatten.“
Sparkassendirektor Bernhard Lukas dankte den Schülerinnen und Schülern, für den Mut, mit dem sie für ihre Meinung einstehen und ergänzte: „Extremismus in unserer Gesellschaft gefährdet demokratische Ideale von friedlichem Zusammenleben und Integration, die von der überwältigenden Mehrheit getragen werden. Dennoch sind wir von einer Lösung dieses Problems noch weit entfernt, wie die aktuellen Gräueltaten rechtsextremistischer Täter verdeutlichen. Bei aller Wut über diese Verbrechen ist Gewalt nicht die richtige Antwort, denn sie führt lediglich zu einer Spirale der Gewalt. Dass es bessere Wege gibt, zeigen eure Beiträge: Mit großer Kreativität zieht ihr gegen Intoleranz zu Felde, mit spitzer Feder geht ihr gegen Mobber vor und in fundierten Beiträgen klärt ihr über die Ursachen von Extremismus und Gewalt auf.“
Sechs verschiedene Gruppen von jungen Menschen - insgesamt 112 Kinder und Jugendliche - haben insgesamt elf Beiträge zum Wettbewerb eingereicht. Die fünf Jurymitglieder aus unterschiedlichen Bereichen haben die Beiträge gesichtet und einen Sieger und zwei zweite Plätze vergeben.
Sieger wurde eine Gruppe aus fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Lea Aptekar hat ein Lied komponiert und dazu einen Text zum Thema Gewalt geschrieben. Unterstützt wurde sie hierbei von Annika Brosda, Lea Kersting, Benjamin Aptekar und Aljona Lawrinjuk. Das Lied ist ein klares Statement gegen jede Form von Gewalt und bezieht klar Stellung dazu, dass es immer eine andere Lösung als Gewaltanwendung gibt.
Jeweils mit dem zweiten Rang ausgezeichnet wurden die Beiträge der SJD- Die Falken und der Klasse 10/2 der Gesamtschule Berger Feld.
Der Beitrag der Falken "Bild mit großem Auge" will mit dem Bild zum Ausdruck bringen, dass es immer noch wichtig und richtig ist, rechtsextreme Tendenzen aufzugreifen und ihnen entschieden entgegen zutreten.
Der Beitrag der ehemaligen Klasse 10/2 der Gesamtschule Berger Feld ist ein Plakat. Es beschäftigt sich mit der Gleichheit des Glaubens. In Worten und mit Symbolen haben die Jugendlichen die Vielfalt der Religionen und Kulturen dargestellt. Neben dieser Botschaft ist das Plakat ein Statement für mehr Toleranz und gegen jede Form von Hass.