18. November 2011, 10:24 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 18. November 2011, 10:24 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Vom 27. November 2011 bis zum 22. Januar 2012 erinnert eine groß angelegte Retrospektive im Kunstmuseum Gelsenkirchen und in der Hauptstelle der Sparkasse Gelsenkirchen an das vielgestaltige Lebenswerk des Gelsenkirchener Künstlers Günter Tollmann (1926 – 1990). Informelle Malerei, mobile Großplastiken und symbolisch durchdrungene, expressive Malerei sind die drei Richtungen, die sein Schaffen ausmachen. Zwanzig Jahre nach seinem Tod wird der bedeutende Künstler durch die Präsentationen, begleitet von einer umfangreichen Monographie, dem Publikum in Erinnerung gebracht.
Zur Vorbesichtung der Ausstellung „Günter Tollmann – Eine Retrospektive“, die am Sonntag, 27. November 2011, an zwei Orten in Gelsenkirchen eröffnet wird, sind die Vertreter der Medien herzlich eingeladen. Termin für das Pressegespräch ist
Mittwoch, 23. November .2011, um 11 Uhr
Hauptstelle der Sparkasse Gelsenkirchen,
Kleine Kundenhalle,
Eingang Gildenstraße, 45879 Gelsenkirchen.
Im Anschluss an diesen Termin besteht die Gelegenheit, die Ausstellung im Kunstmuseum Gelsenkirchen zu sehen.
Als Gesprächspartner stehen Stephanie Olbering- Weihs (Vorstandsmitglied der Sparkasse Gelsenkirchen), Leane Schäfer (Direktorin Kunstmuseum Gelsenkirchen), Michael Tollmann (Sohn von Günter Tollmann) sowie Dr. Rainer Norten (Leihgeber und Herausgeber der Monografie) zur Verfügung.
Aus der frühen Phase von Günter Tollmanns Werk, werden informelle bzw. taschistische Kompositionen gezeigt , darunter auch das Kunstpreisbild von 1965. Ergänzt wird diese Malerei durch Beispiele seiner grauen Serie und den ebenfalls in dieser Zeit entstandenen Visagen.
Der wichtige Bereich seiner mobilen Plastiken aus Kunststoff und Stahl, der Günter Tollmann schnell internationale Anerkennung einbrachte, wird durch eine Vielzahl unterschiedlichster Exponate dokumentiert - beginnend mit seinen ersten Skulpturen, noch aus Linoleum gebaut, über frühe farbig gespritzte Plastiken und tief gezogene Kunststoffreliefs zu seinen polierten, eleganten Edelstahlplastiken. In der Ausstellung werden maßstabsgerechte Modelle aus Originalmaterial, sowie mittelgroße, farbige Kunststoff- und polierte Edelstahlplastiken in Originalgröße gezeigt.
Ende der 70er Jahre kehrt Günter Tollmann zur Malerei zurück. In Bildern der inneren Suche, Flächen mit abstrakt expressiven Farbigkeit , stellt der Künstler existenzielle Fragen, die für ihn auch in religiösem Zusammenhang stehen. Woher komme ich? Wofür und warum lebe ich? Diese letzte Phase wird in der Ausstellung durch eine Auswahl aus der Königsserie und aus der Reihe Haus Lüning dargestellt, ergänzt durch eine Auswahl objektartiger Exponate.
Die in den Ausstellungen und der Monographie vorgestellten Exponate stammen aus dem Nachlass des Künstlers sowie privaten und öffentlichen Sammlungen.