21. November 2011, 11:40 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Am vergangenen Freitag, 18. November 2011, hat sich auch Gelsenkirchen am „Bundesvorlesetag“ beteiligt. Die Idee dabei war, dass jeder, der Spaß am Vorlesen hat, anderen an diesem Tag vorliest. Die Ehrenamtsagentur suchte dafür Menschen, die Kindern in Gelsenkirchener Kindergärten ehrenamtlich vorlesen wollten.
Von der Resonanz waren die Initiatoren geradezu überwältigt. Über 100 Personen waren bereit, rein ehrenamtlich zum Teil aus mitgebrachten Büchern Geschichten vorzutragen. Mit im Boot waren 39 Tageseinrichtungen für Kinder, darunter alle 24 Familienzentren und auch einige Großtagespflegestellen.
Knapp über 800 Kindern lauschten an dem Freitag dann gebannt den Geschichten der Vorleserinnen und Vorlesern.
Auch Oberbürgermeister Frank Baranowski war spontan bereit, sich an diesem Projekt aktiv zu beteiligen. Er las den Kindern im Kindergarten an der Schwalbenstraße in Beckhausen zwei Geschichten vor.
In zahlreichen Einrichtungen konnten die Kinder neben deutschen Geschichten auch Erzählungen in anderen Sprachen lauschen. Insgesamt wurden Märchen in 15 verschiedenen Sprachen wie etwa persisch, holländisch oder auch arabisch vorgelesen, natürlich von Menschen -zum Teil Eltern aus den Einrichtungen-, die der jeweiligen Sprache mächtig sind.
Leider erleben viel zu wenige Kinder zu Hause, wie schön es ist, aus Büchern spannende Geschichten vorgelesen zu bekommen. Die eigene Phantasie wird dabei angeregt, es entsteht „Kino im Kopf“.
Ziel des Projektes ist es, das Interesse der Kinder an Sprache und am Medium Buch zu wecken. „Wer Interesse am Lesen hat, der wird auch beim Erlernen der Sprache künftig weit weniger Probleme haben“, so die Zuversicht der Initiatoren. Auch für die Vorlesenden boten sich interessante Erfahrungen, denn die Reaktion auf das, was vorgelesen wurde, war ebenso facettenreich und individuell wie die zuhörenden Kinder selbst.