22. November 2011, 10:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Stadt Gelsenkirchen schließt sich im November 2011 erneut der von TERRE DES FEMMES entwickelten Fahnenaktion an und wird mit der Fahne „frei leben – ohne gewalt“ ein weithin sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen und all der Frauen gedenken, die ihr zum Opfer fielen. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gelsenkirchen, Gaby Schäfer, Polizeipräsident Rüdiger von Schoenfeldt und Oberbürgermeister Frank Baranowski werden die Fahne vor dem Rathaus in Buer hissen.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen, am
Donnerstag, 24. November 2001, um 9 Uhr,
vor dem Rathaus Buer,
Goldbergstraße 12, 45894 Gelsenkirchen.
Seit dem Jahre 2001 erinnert TERRE DES FEMMES mit dieser Aktion an Patria, Minerva und María Teresa Mirabal, die am 25. November 1960 wegen ihrer politischen Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet wurden. 1981 würdigten Teilnehmerinnen auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Frauen in Kolumbien den Mut der Schwestern Mirabal und riefen ihren Todestag zum Gedenktag für Frauen und Mädchen aus, die Opfer von Gewalt geworden sind. 1999 wurde der 25. November zum Internationalen Tag für die Beseitigung von Gewalt an Frauen erklärt.
In diesem Jahr setzt sich TERRE DES FEMMES verstärkt gegen den Mythos Jungfräulichkeit ein. In vielen Familien wird der Zustand des Jungfernhäutchens der Tochter noch immer als „Ehrensache“ angesehen. Werden Zweifel daran laut, kann dies zu einer ernsthaften Bedrohung für das Leben der Mädchen werden. Es darf nicht sein, dass der Wert von Mädchen und Frauen vom Zustand ihres Jungfernhäutchens abhängig gemacht wird und ihnen ihre sexuelle Selbstbestimmung verweigert wird. Gelsenkirchen hat zusätzlich eine Schwerpunktveranstaltung zum Thema „Zwangsverheiratung“ durchgeführt. Die Fachtagung fand bereits am 16. November statt.