24. November 2011, 11:48 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Über „Zigeunerghettos“ im besetzten Polen 1941-1944“ berichtet Frank Sparing, Düsseldorf, am Mittwoch, 30. November 2011, um 19 Uhr in der Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“, Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen.
Weitgehend unbekannt ist, dass infolge des nationalsozialistischen Überfalls auf Polen und der daran anschließenden Schaffung des deutsch besetzten „Generalgouvernements“ nicht nur Juden, sondern auch als „Zigeuner“ definierte Menschen in Ghettos deportiert und interniert wurden.
Ausgehend von der Verschleppung von fünftausend „Zigeunern“ aus Österreich in einen abgetrennten Teil des Ghettos Lodz, geht der Vortrag den Konflikten innerhalb der deutschen Verwaltung und ihren Auswirkungen auf die Betroffenen bis zu ihrer Ermordung durch Gas im Vernichtungslager Chelmno nach.
Schließlich werden die Ereignisse in den größeren Zusammenhang der Ghettoisierungspolitik gegen „Zigeuner“ gestellt und es wird versucht, ihre Auswirkungen auf den im Völkermord kulminierenden Ausgrenzungsprozess einzuschätzen.
Das Institut für Stadtgeschichte lädt zu dem Vortrag mit anschließender Diskussion herzlich ein.