12. Dezember 2011, 11:45 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit dien Spielfilmen „Dreiviertelmond“ und „Die Haut, in der ich wohne“ endet das Programm 2011 des Kommunalen Kino (KoKi) Gelsenkirchen in der kommenden Woche. „Dreiviertelmond“ von Christian Zübert läuft als „Neuer Deutscher Film“ am Sonntag, 18. Dezember, 12.45 Uhr und am Montag, 19. Dezember, 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer) und am Mittwoch, 21. Dezember, 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190).
Der Psychothriller „Die Haut, in der ich wohne“ von Pedro Almodóvar ist am Dienstag, 20. Dezember um 18 und 20.30 Uhr in der Schauburg zu sehen. Der Eintritt kostet 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Zwischen bewegenden und witzigen Momenten erzählt Christian Zübert (LAMMBOCK; „Grimme“-Drehbuchpreis für den TV-Film NEUE FAHR SÜD; „Grimme“-Regiepreis für die TATORT-Folge NIE WIEDER FREI SEIN) in seinem hinreißenden Kinospielfilm „Dreiviertelmond“ die Geschichteeiner ungewöhnlichen Freundschaft, in der sich gegenseitige Vorurteile spiegeln, die entwaffnend charmant ad absurdum geführt werden. Überzeugend sind vor allem die darstellerischen Leistungen von Elmar Wepper (KIRSCHBLÜTEN – HANAMI) und der jungen Leinwanddebütantin Mercan Türkoglu. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „Besonders wertvoll“.
Hartmut (Elmar Wepper) fällt aus allen Wolken, als ihn Christa (Katja Rupé) nach 30 Ehejahren verlässt. Von einem Tag auf den anderen muss er sein Leben neu ordnen – für den mürrischen Taxifahrer wahrlich keine leichte Aufgabe, hat er sich doch hinter einem Panzer aus Vorurteilen, Selbstgenügsamkeit und Ablehnung gegenüber Fremdem und Neuem verschanzt. In dieser Situation setzt ihm das Schicksal auch noch die 6-jährige Türkin Hayat (Mercan Türkoglu) ins Taxi. Das quirlige Mädchen spricht kaum Deutsch und ist auf Hartmuts Hilfe angewiesen. Nur äußerst widerwillig nimmt sich der Griesgram Hayats an und beginnt, nach ihrer Mutter zu suchen, obwohl er eigentlich Christa zurückerobern will. Unter dem Einfluss der Kleinen bricht Hartmuts raue Schale langsam auf.
Pedro Almodóvars (ALLES ÜBER MEINE MUTTER; SPRICH MIT IHR; VOLVER; ZERRISSENE UMARMUNGEN) Verfilmung „Die Haut, in der ich wohne“ des Romans von Thierry Jonquet ist eine facettenreiche, klug komponierte und ästhetisch herausragende Mischung aus Psychothriller und Drama, die immer wieder aufs Neue überrascht. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Cannes, New York, Toronto, Helsinki und Rio de Janeiro (alle 2011).
Die bildschöne Vera (Elena Anaya) ist die einzige Patientin einer privaten Schönheitsklinik. Tag und Nacht wird sie von dem plastischen Chirurgen Dr. Robert Ledgard (Antonio Banderas) überwacht. Der Arzt pflegt ihre Haut wie einen kostbaren Schatz und kontrolliert jeden Schritt, jeden Blick, jede Emotion. Doch wer ist Vera, die Roberts verstorbener Frau so beängstigend ähnlich sieht? Sie hat keine Geschichte, und doch scheint ihr Schicksal mit dem von Robert eng verknüpft zu sein. Und welche Rolle spielen Roberts treue Haushälterin und der rätselhafte Mann im Tigerkostüm, der zuletzt beim Betreten der Klinik gesehen wurde?