20. Dezember 2011, 14:04 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Gelsenkirchen hat sich zusammen mit Herten unter dem Motto „Auf geht’s mit dem Kulturrucksack“ beim Land NRW beworben. Ute Schäfer, NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend und Sport hat heute mitgeteilt, dass Gelsenkirchen zusammen mit Herten in interkommunaler Zusammenarbeit als Pilotkommune im Rahmen des Landesprogramms Kulturrucksack NRW ausgewählt worden ist .
Das Projekt startet im Januar 2012 und ist auf vier Jahre angelegt. Es richtet sich an junge Menschen im Alter von 10 bis 14 Jahren; das sind in Gelsenkirchen zurzeit 12.931 Personen.
Angeknüpft werden soll an die Neugier und Aufbruchstimmung der Altersgruppe, ihre Lebenswelt soll um kulturelle Bildungschancen erweitert werden. Ziel ist die der Verdichtung der Angebote und der Aufbau von Netzwerkstrukturen in Gelsenkirchen und Herten und weiter in das Ruhrgebiet hinein. Auch außerhalb ihres bekannten Sozialraums soll es jungen Menschen ermöglicht werden, mittels kultureller Angebote neue Menschen und neue Ufer zu entdecken. Der Spaß an kultureller Teilhabe – aktiv wie passiv, als Zuschauer/-in wie als Produzent/-in – soll geweckt werden!
Die Federführung in Gelsenkirchen liegt beim Referat Kultur. Die Projektentwicklung erfolgt über eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertreter von Schulen und Jugendeinrichtungen.
Kulturdezernent Dr. Manfred Beck: „Ich freue mich, dass sich unser Konzept gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen konnte. Besonders freut mich, dass die gute Zusammenarbeit mit Herten nun um eine neue Facette bereichert werden kann.“
"Kulturelle Bildung kann einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen leisten. Voraussetzung allerdings ist, dass wir die Tür zu Kunst und Kultur für alle Kinder und Jugendliche so früh und so weit wie möglich öffnen", so die Kulturministerin Ute Schäfer. "Wir haben herausragende kommunale, aber auch freie Theater und viele Museen, die zur Auseinandersetzung mit Kunst und Geschichte einladen. Wir haben Konzerthäuser, Chöre, Tanzkompanien, Literaturhäuser, Kulturfestivals, Jugendzentren und soziokulturelle Zentren. Ihre Kompetenzen wollen wir nutzen, um Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den Kommunen zum 'Kinder- und Jugendkulturland’ zu machen. Dafür brauchen wir viele spannende altersgemäße kulturelle Angebote, die nicht nur erreichbar, sondern auch für alle Kinder und Jugendliche bezahlbar sind".
Für das neue Landesprogramm „Kulturrucksack Nordrhein-Westfalen“ stellt das Kulturministerium jährlich rund 3 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.
Ziel des landesweiten Vorhabens ist es, allen Kindern und Jugendlichen kostenlose und deutlich kostenreduzierte kulturelle Angebote zu eröffnen. Der "Kulturrucksack Nordrhein-Westfalen" knüpft an bestehende Programme wie zum Beispiel "Künstler in die Kita", "Jedem Kind ein Instrument", "Kultur und Schule", "KulturScouts" oder "Kulturstrolche" an, die bereits in den Kindertageseinrichtungen und Schulen Nordrhein-Westfalens angeboten werden.
Das Land unterstützt die Kulturrucksack-Kommunen mit jährlich 4,40 Euro pro Kind oder Jugendlichen in der genannten Altersgruppe. Starten wird NRW 2012 mit 28 Pilotkommunen mit insgesamt rund 320.000 Kindern und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Unterstützt werden die Akteure durch eine landesweit tätige Koordinierungsstelle bei der Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/Jugendkunstschulen NRW. e.V. in Unna.