09. Januar 2012, 11:03 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Schein und Sein“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen den Spielfilm „Anonymus“ von Roland Emmerich, und zwar in der Schauburg am Sonntag, 15. Januar, um 12 Uhr (!) und Montag, 16. Januar, um 18 und 20:30 Uhr sowie in der Gesamtschule Ückendorf am Mittwoch, 18. Januar, um 19:30 Uhr.
Als „Neuer Dokumentarfim“ steht am Dienstag, 17. Januar, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg „Gerhard Richter Painting“ von Corinna Belz auf dem Programm.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
„Anonymus“ spekuliert über die seit vielen Jahren diskutierte Frage, ob William Shakespeare tatsächlich die ihm zugeschriebenen Stücke verfasst hat. Dabei lässt Regisseur Roland Emmerich vor opulenter Kulisse ein facettenreiches historisches Tableau entstehen, das um Intrigen und Verschwörungen, Liebe und Inzest sowie Kunst und Politik kreist. Offizieller Beitrag zum Filmfestival in Toronto 2011. — London Ende des 16. Jahrhunderts. Während am Hof der alternden, kinderlosen Königin Elisabeth I. (Vanessa Redgrave) im Verborgenen der Kampf um die Thronfolge tobt, strömt das einfache Volk mit Begeisterung in die Theater. Dort bringt William Shakespeare (Rafe Spall) als scharfsinniger Beobachter des Zeitgeschehens höfische Ränkespiele, charakterliche Abgründe und tragische Liebesschicksale auf die Bühne. Nur ein kleiner Kreis von Eingeweihten, darunter die Monarchin selbst, weiß: Der Urheber dieser Stücke ist nicht Shakespeare, sondern Edward de Vere, Earl of Oxford (Rhys Ifans), dessen adliger Status es ihm verbietet, literarische Werke unter eigenem Namen zu veröffentlichen.
Corinna Balz’ sehenswerte Dokumentation „Gerhard Richter Painting“ gewährt tiefe Einblicke in den Schaffensprozess des deutschen Malers Gerhard Richter, der zu einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart zählt und als öffentlichkeitsscheu gilt. Die sensible Kamera beobachtet ihn vornehmlich bei der Erstellung einer Serie von großformatigen abstrakten Bildern. Es wird erfahrbar, wie Richter malt, wie er die Werke betrachtet und beurteilt, wie er mit ihnen kommuniziert, wie er nachdenkt, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Toronto und Cambridge (beide 2011).