17. Januar 2012, 11:32 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In der Monatsreihe „In fremden Diensten“ des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen steht „Nur für Personal“ auf dem Programm, und zwar am Sonntag, 22. Januar, um 12:45 Uhr und Montag, 23. Januar, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast und am Mittwoch, 25. Januar, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
In der Reihe „Autorenfilm“ läuft am Dienstag, 24. Januar, um 18 und 20.30 Uhr in der Schauburg „Cheyenne – This Must Be the Place“.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Aus dem Zusammentreffen zweier unterschiedlicher Klassen und Kulturen entwickelt Regisseur Philippe Le Guay in „Nur für Personal“ eine präzise beobachtete, wunderbar warmherzige Komödie, die auf charmante Weise vom Überwinden gesellschaftlicher Konventionen und Zwänge erzählt. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „wertvoll“; offizieller Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale 2011 (außer Konkurrenz). — Der Film spielt in Paris des Jahes 1962. Der brave Börsenmakler Jean-Louis Joubert (Fabrice Luchini) bewohnt mit seiner blasierten Ehefrau Suzanne (Sandrine Kiberlain) die Beletage eines vornehmen Stadthauses, unter dessen Dach sich die äußerst bescheidenen Unterkünfte spanischer Dienstmädchen befinden, die für bourgeoise Familien arbeiten. Als die langjährige französische Haushälterin der Jouberts Hals über Kopf kündigt, stellt Suzanne die junge Spanierin Maria (Natalia Verbeke) ein. Jean-Louis ist nicht nur von der Leistung der attraktiven, klugen und selbstbewussten neuen Angestellten begeistert, durch die er schon bald die ihm völlig unbekannte Welt der spanischen Frauen entdeckt, in der es – trotz aller Widrigkeiten – vor Lebensfreude nur so vibriert.
Getragen von einem grandiosen Sean Penn, wie man ihn noch nie gesehen hat, überzeugt die neue Regiearbeit „Cheyenne – This Must Be the Place“ des Italieners Paolo Sorrentino als ein brillant fotografiertes, verspieltes Roadmovie voller seltsamer Augenblicke und merkwürdiger Begegnungen, das dem mal skurril-witzigen, mal melancholischen, mal tragischen Selbstfindungstrip eines desillusionierten Charakters folgt. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Cannes, Zürich, London, Stockholm und Rio de Janeiro (alle 2011). — Einst war Cheyenne (Sean Penn) ein gefeierter Gothic-Rockstar. Heute ist davon nur noch der Stil geblieben: dunkle Kleidung, schwarz gefärbte, toupierte Haare, weiß geschminktes Gesicht und roter Lippenstift. Der inzwischen 50-jährige Amerikaner leidet unter Depressionen und lebt zurückgezogen mit Ehefrau Jane (Francis McDormand) in einer Dubliner Villa, ehe ihn der Tod seines Vaters, zu dem er seit langer Zeit keinen Kontakt hatte, nach New York führt. Dort entdeckt er im Nachlass des Verstorbenen eine düsteres Geheimnis, das ihn zu einer Reise quer durch die USA veranlasst.