17. Januar 2012, 15:41 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Nachdem das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) an einer Messstelle im Norden von Gelsenkirchen erhöhte Benzolwerte in der Luft festgestellt hat, hat sich die Stadtverwaltung Gelsenkirchen entschlossen, das Verfahren zum Bebauungsplan Nr. 404 zur Norderweiterung des Chemiestandortes Scholven vorerst ruhen zu lassen. Damit wird die Vorlage nicht, wie zunächst geplant, am Donnerstag (19. Januar) in der Bezirksvertretung Gelsenkirchen-Nord beraten. Nach dem heutigen Stand kann eine weitere Beratung frühestens in drei Monaten erfolgen, wenn weitere Messungen aussagefähige Daten über die Ursachen der Überschreitung liefern.
Bei den in Abstimmung mit der Bezirksregierung Münster und dem LANUV veranlassten Messungen war an einem von fünf Messpunkten ein Wert gemessen worden, der über dem zulässigen Jahresmittelwert liegt. Damit kann zwar keine Aussage über den tatsächlichen Jahresmittelwert getroffen werden, aber trotzdem sollen nun erst die Ursachen ermittelt werden, bevor mögliche Änderungen in den Bebauungsplan eingearbeitet werden.
Erste Priorität hat nun die Ursachenforschung und eine Absenkung der Werte. Die Stadt Gelsenkirchen befindet sich dazu in enger Abstimmung mit BP und der Bezirksregierung Münster.