23. Januar 2012, 11:36 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Anlässlich des Holocaust-Gedenktags und des Beginns der Deportationen gedenkt die Stadt Gelsenkirchen ihrer deportierten Juden. Zu der gemeinsamen Gedenkveranstaltung laden das Institut für Stadtgeschichte und die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen herzlich ein am
Freitag, 27. Januar 2012, um 15.30 Uhr,
im Kurt-Neuwald-Saal der Neuen Synagoge,
Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen.
Nach der Ansprache des Gelsenkirchener Bürgermeisters, Klaus Hermandung, werden verschiedene Lesebeiträge aus Berichten ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger Gelsenkirchens und eines Auschwitz-Überlebenden an die erste Deportation aus Gelsenkirchen und an die Millionen Opfer des nationalsozialistischen Regimes erinnern.
Musikalische Beiträge werden die Veranstaltung begleiten, die um 16.45 Uhr mit den Gebeten der Trauernden – El male rachamim und Kaddish – endet.
Vor 70 Jahren, am 27. Januar 1942, begannen die Deportationen jüdischer Kinder, Frauen und Männer aus Gelsenkirchen. Mehr als 350 Gelsenkirchener Juden wurden mit dem ersten Sammeltransport in das Ghetto Riga deportiert. Das Gelsenkirchener Gedenken fällt auch mit dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zusammen, der seit 1996 offiziell in der Bundesrepublik Deutschland den Opfern des Holocaust gewidmet ist. Erst im Oktober 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum internationalen Holocaust-Gedenktag.