23. Januar 2012, 11:42 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Neuer Deutscher Film“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 29. Januar 2012, um 12:45 Uhr und am Montag, 30. Januar, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast „Halt auf freier Strecke“ von Andreas Dresen. In der Reihe „Biopics“ folgt am Dientag, 31. Januar, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 1. Februar, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf „Eine dunkle Begierde“ von David Cronenberg.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler und Studenten sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Ohne falsche Sentimentalität entfaltet der für seine präzisen Alltagsbeobachtungen bekannte Regisseur Andreas Dresen (SOMMER VORM BALKON; WOLKE 9) mit „Halt auf freier Strecke“ ein nachhaltig beeindruckendes, authentisches existenzielles Drama, das vom Tod handelt und doch vom Leben erzählt. Ausgezeichnet beim Filmfestival in Cannes 2011 mit dem Hauptpreis der Reihe „Un certain regard“ sowie mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Frank (Milan Peschel) und Simone (Steffie Kühnert) leben mit ihren beiden Kindern in einem Reihenhaus am Stadtrand. Sie sind ein glückliches Ehepaar – bis zu jenem Tag, an dem Ärzte bei Frank völlig überraschend einen inoperablen Gehirntumor diagnostizieren. Plötzlich sieht sich die Familie mit dem Sterben konfrontiert. Alle Beteiligten stehen vor einer großen emotionalen Herausforderung und reagieren ganz unterschiedlich auf die ausweglose Situation.
„Eine dunkle Begierde“ ergründet nach Christopher Hamptons Theaterstück „The Talking Cure“, das von John Kerrs Tatsachenbuch „A Most Dangerous Method: The Story of Jung, Freud and Sabina Spielrein“ inspiriert wurde, das Dreiecksverhältnis der historischen Figuren. Dabei nutzt der kanadische Ausnahmeregisseur David Cronenberg (A HISTORY OF VIOLENCE; TÖDLICHE VERSPRECHEN – EASTERN PROMISES) ein subtiles Drama, um zugleich ein Stück Frühgeschichte der Psychoanalyse zu beleuchten. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — In seiner Klinik bei Zürich wendet der Mediziner Carl Gustav Jung (Michael Fassbender) Anfang des 20. Jahrhunderts die psychoanalytischen Methoden des berühmten Sigmund Freud (Viggo Mortensen) an. Eines Tages wird die unter Hysterie leidende Russin Sabina Spielrein (Keira Knightley) eingeliefert, deren psychischen Konflikt er schon bald aufdecken kann. Der Austausch über die Patientin führt Freud und Jung zusammen. Freud erhofft sich einen geistigen Erben, doch Jung überschreitet eine Grenze: Er beginnt eine Affäre mit Sabina.