30. Januar 2012, 11:34 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Im Februar wird die aktuelle Reihe „In fremden Diensten“ im Kommunalen Kino (KoKi) Gelsenkirchen, als Schwerpunktthema, zu dem es durchaus interessante und ernst zu nehmende Filmproduktionen gibt, fortgesetzt. Zunächst startet das KoKi allerdings mit „Habemus Papam – Ein Papst büxt aus“ als „Autorenfilm“ mit Vorstellungen im Schauburg Filmpalast (Sonntag, 5. Februar, 12.45 Uhr sowie Montag, 6. Februar, 18 und 20.30 Uhr) und in der Gesamtschule Ückendorf (Mittwoch, 8. Februar, 19.30 Uhr).
Am Dienstag, 7. Februar um 18 und 20.30 Uhr in der Schauburg läuft dann die Monatsreihe mit „Das Hausmädchen“ weiter. „Jane Eyre“ (12./13./15. Februar) und „The Help“ (26./27. Februar) folgen.
Außerdem präsentiert das KoKi „Atmen“ (14.) als „Filmentdeckung“, „Der Gott des Gemetzels“ als Wiederaufnahme der Reihe „Schein und Sein“ (19./20./22.), die Literaturverfilmung „Sarahs Schlüssel“ (21.) und den Filmwunsch „In guten Händen“ (28./29.).
Dem italienischen Schauspieler und Regisseur Nanni Moretti ( DAS ZIMMER MEINES SOHNES) ist mit „Habemus Papam – Ein Papst büxt aus“ eine ebenso lebenskluge wie melancholische Komödie gelungen, die augenzwinkernd, aber nie respektlos über die Ereignisse hinter den Kulissen einer Papstwahl spekuliert und insbesondere die universelle Angst vor hohen Erwartungen untersucht. Ein sanftes „Plädoyer dafür, dass man sich eigene Schwächen besser eingesteht, als sie zu vertuschen.“ (EDP FILM) Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Cannes, Toronto und São Paulo (alle 2011). — Aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle steigt weißer Rauch auf. Die Freude der versammelten Gläubigen ist groß, und vom Balkon des Petersdoms wird verkündet: „Habemus Papam!“ – „Wir haben einen Papst!“ Doch der auserkorene französische Kardinal Melville (Michel Piccoli) erscheint nicht. Er fürchtet die enorme Verantwortung des ihm übertragenen Amtes und hat sich nach einem Panikanfall zurückgezogen. Das darf die Öffentlichkeit keinesfalls erfahren, und so konsultiert man einen Psychologen (Nanni Moretti), der Kardinal Melville auf den richtigen Weg bringen soll, was angesichts der im Vatikan herrschenden Bedingungen fast unmöglich ist. Schließlich flüchtet der Pontifex in spe aus dem Kirchenstaat. Während er unerkannt durch die Straßen von Rom streift, erwachen in ihm längst vergessenen Sehnsüchte.
Sang-soo Ims Neuinterpretation „Das Hausmädchen“ des südkoreanischen Klassikers HANYO aus dem Jahr 1960 verändert den Blickwinkel. Statt die Ereignisse aus der Sicht des Hausherrn zu schildern, nimmt Ims Film die Perspektive des Hausmädchens ein, um eine erotisch aufgeladene Mischung aus Psychothriller und Drama entstehen zu lassen, die mit bestechenden Bildkompositionen, einer assoziativen Montage und einem starken Ensemble der Amoralität des Großbürgertums nachspürt. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Cannes, Toronto und Rio de Janeiro (alle 2010). — Die schöne Eun-yi wird von einer reichen südkoreanischen Familie als neues Hausmädchen eingestellt. Sie soll der kleinen Tochter und der mit Zwillingen schwangeren Mutter zur Seite stehen. Da es der Hausherr Hoon gewohnt ist, sich zu nehmen, was ihm gefällt, verführt er eines Abends Eun-yi – der Auftakt für eine leidenschaftliche Affäre, die der alten, grimmigen Hausdame Byungsik nicht verborgen bleibt. Sie stellt auch bei Eun-yi erste Anzeichen einer Schwangerschaft fest und weiht die berechnende Schwiegermutter und die eifersüchtige Ehefrau ein. Fortan muss Eun-yi um ihr ungeborenes Kind und sogar um ihr eigenes Leben fürchten: