06. Februar 2012, 11:36 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Jane Eyre“ setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen seine Monatsreihe „In fremden Diensten“ fort. Der Film läuft am Sonntag, 12. Februar, um 12:45 Uhr und am Montag, 13. Februar, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) sowie am Mittwoch, 15. Februar, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
Eine „Filmentdeckung“ steht mit „Atmen“ am Dienstag, 14. Februar, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg auf dem Programm.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Cary Fukunagas (SIN NOMBRE) intelligente Leinwandadaption des berühmten Romans „Jane Eyre. Eine Autobiographie“ von Charlotte Brontë erforscht in eindringlichen Bildern und einer dichten Inszenierung das Seelenleben der Titelfigur, um zwischen vortrefflich eingefangener Schauerromantik und ergreifender Liebesgeschichte ein packendes psychologisches Drama über Emanzipation, Selbstachtung und Unabhängigkeit zu erzählen. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Karlsbad, Sitges, Gent und Hamburg (alle 2011).
Waise Jane Eyre (Mia Wasikowska) hat die Kindheit und Jugend unter widrigsten Bedingungen verbracht: Aufgewachsen ist sie bei ihrer gefühlskalten, erbarmungslosen Tante, von der sie schließlich in ein strenges Internat abgeschoben wurde, wo sie zahlreiche Demütigungen erleiden musste. Jetzt, mit 18 Jahren, tritt Jane eine Stelle als Gouvernante auf dem entlegenen Landsitz Thornfield Hall an. Durch die herzliche Haushälterin Mrs. Fairfax (Judi Dench) erfährt sie zum ersten Mal Anerkennung – und fühlt sich schon bald hingezogen zum unberechenbaren Hausherrn Edward Rochester (Michael Fassbender), dessen Pflegetochter sie unterrichtet. Auch Edward findet Gefallen an Jane und genießt die Gespräche mit ihr bei Kerzenlicht. Trotz des Standesunterschieds scheint das gemeinsame Glück nur noch als eine Frage der Zeit – bis dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht kommen.
Ausgesprochen behutsam zeichnet der österreichische Schauspieler Karl Markovics (DIE FÄLSCHER) in seinem Regiedebüt „Atmen“ die komplexe Charakterstudie eines scheinbar perspektivlosen Einzelgängers, den die unerwartete Konfrontation mit dem Tod langsam wieder zurück ins Leben führt. Durch den ruhigen, konzentrierten Inszenierungsstil, die präzise beobachteten Alltagssituationen und nicht zuletzt durch das famose Spiel des Hauptdarsteller Thomas Schubert erreicht das leise, zuweilen auch überraschend komische Drama eine enorme Intensität. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes mit dem Preis „Label Europa Cinemas“ sowie beim Filmfestival in São Paulo mit dem Hauptpreis (beide 2011).
Der 19-jährige Roman (Thomas Schubert) verbüßt eine mehrjährige Haftstrafe wegen Totschlags. Er ist ein schweigsamer, verschlossener und unnahbarer junger Mann, der zu Wutausbrüchen neigt. Sämtliche Versuche, ihn außerhalb des Jugendgefängnisses in Betrieben unterzubringen, sind bereits nach kurzer Zeit gescheitert. Ein Sozialarbeiter drängt Roman, sich weiter um eine Anstellung zu bemühen, die eine vorzeitige Haftentlassung begünstigen würde. Eher zufällig gerät er an ein Bestattungsunternehmen, nicht ahnend, dass er damit den ersten Schritt zur Selbstfindung gemacht hat .