07. Februar 2012, 13:18 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Erstaunt und verärgert hat die Stadtverwaltung heute auf das Schreiben des Mietervereins Gelsenkirchen e.V. zum Halfmannshof und seine Veröffentlichung in den Medien reagiert. In einem Brief an den Oberbürgermeister hatte Ernst Georg Tiefenbacher für den Gesamtvorstand des Mietervereins im Januar um ein Gespräch zum Thema gebeten und durch Kulturdezernent Dr. Manfred Beck bereits einen Termin erhalten.
Erst Tage später ließ der Vorstand des Mietervereins dann mitteilen, dass er das Schreiben auch an die Medien weitergeleitet hat. „Das ist ein Umgang miteinander, den ich persönlich als mindestens ungewöhnlich empfinde“, so Oberbürgermeister Frank Baranowski, „zumal der Mieterverein in seinem Schreiben offenbar von falschen Voraussetzungen ausgeht und nicht ausreichend informiert ist". Kulturdezernent Dr. Manfred Beck: „Gerne hätten wir vor einer Veröffentlichung die Missverständnisse ausgeräumt. Schade, dass es der Mieterverein nötig hat, schlagzeilenträchtige Behauptungen in den Raum zu stellen und dies offenbar, ohne zuvor recherchiert zu haben und ohne Rücksprache mit den Verantwortlichen zu halten.“
Aus Sicht der Verwaltung kann es auch nicht im Sinne des Mietervereins Gelsenkirchen sein, dass die anderen Mieter der ggw, einige wenige verbliebene Bewohner des Halfmannshofes mit ihren Mietzahlungen finanzieren.
Die Stadtverwaltung und die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH (ggw) sind offen mit dem geplanten Umbau des Halfmannshofes umgegangen. Alle Fakten sind auf den Internetseiten der Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht worden und können dort nachgelesen werden. (http://www.gelsenkirchen.de/de/Kultur/HMH-11-0.asp). Ein Blick auf diese Seiten hätte zur Wahrheitsfindung beigetragen. Von einer „vornehmen und teuren und exklusiven“ Gestaltung des Quartiers kann jedenfalls keine Rede sein. Auch ein Vergleich der Bausubstanz der Halfmannshofes mit dem ehemaligen Hauptbahnhof der Stadt Gelsenkirchen ist mindestens nicht angemessen.
Die ggw hat allen Mietern in Gesprächen bereits Ersatzwohnungen angeboten. Lediglich drei Parteien verweigern sich bislang konsequent den Gesprächen.
Dr. Manfred Beck: „Es ist bedauerlich, dass Herr Tiefenbacher die Tatsachen nicht anerkennt. Wer sich mit offenen Augen die Siedlung anschaut, wird erkennen, dass sie in ihrer jetzigen Struktur künstlerisch, ökonomisch und konzeptionell nicht überlebensfähig ist. Das Ziel der Stadtverwaltung ist es jedoch, die Künstlersiedlung als Kreativquartier in Gelsenkirchen zu erhalten.“
Mit diesem Ziel haben die ggw und Stadt Gelsenkirchen eine Konzeption für den Erhalt der Siedlung und ihrer Idee vorgelegt.