23. Februar 2012, 15:02 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Stadtverwaltung Gelsenkirchen bedauert, dass durch verschiedene offene Briefe (Supporters Club e.V. / Ratsfraktion Bündnis90/Die Grünen) derzeit zu einer unnötigen Verunsicherung der Schüler und Eltern der Gesamtschule Berger Feld beigetragen wird.
Tatsache ist, dass das inzwischen fast 45 Jahre alte Schulgebäude einen altersbedingten Sanierungsbedarf aufweist und die Gebäudetechnik nicht mehr in allen Bereichen auf dem Stand der heutigen Technik ist. Die Mängel führen aber keineswegs dazu, dass der Unterricht behindert wird oder gar Schüler oder Lehrer Gefährdungen ausgesetzt sind.
Nach ersten Schätzungen der Verwaltung wird eine umfassende Sanierung des Schulgebäudes aber auch ein Neubau im Berger Feld mindestens 40 Millionen Euro kosten. Da zur Zeit mit Hochdruck in den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren investiert wird, gibt es im städtischen Haushalt aktuell keinen Spielraum für eine zusätzliche Millioneninvestition.
Vor diesem Hintergrund arbeitet die Stadt derzeit unter der Beteiligung der Bau- und Liegenschaftsverwaltung sowie der Schulverwaltung an einer Lösung. Generell gilt: Entscheidungen zu Schulgebäuden werden erst gefällt, wenn alle wichtigen Daten aus der Schulentwicklung und der Bau- und Liegenschaftsverwaltung vorliegen. Dazu werden für alle weiterführenden Schulen auch Schülerströme und Standorte geprüft.
Selbstverständlich werden die Daten mit einem Verwaltungsvorschlag der Politik zur Beratung und Entscheidung vorgelegt. Dabei werden auch die Schulentscheidungen der Eltern eine Rolle spielen.
Einzelentscheidungen zu einer Schule kann es aus Sicht der Verwaltung nicht geben. Wie schon bei der Diskussion um das Schalker Gymnasium wird es auch bei der Gesamtschule Berger Feld keine Vorabentscheidungen geben können. Diese Position, die von Bündnis90/Die Grünen bei der Diskussion um das Schalker Gymnasium vehement vertreten wurde, muss auch für die weitere Schulentwicklungsdiskussion gelten.
Vehement zurückgewiesen werden muss der in einem offenen Brief der Grünen Ratsfraktion formulierte Vorwurf einer „außergewöhnlichen Nachlässigkeit“ und einer „jahrzehntelangen Untätigkeit“ im Bezug auf den Sanierungsbedarf der Gesamtschule Berger Feld. In den vergangenen Jahren sind 6 Millionen Euro in die Substanz der Schule investiert worden. Hinzu kommen Investitionen von rund 1,4 Millionen Euro in Ausstattungen und Unterhaltung.
Diese Zahlen sind ohne weiteres auch für die Ratsfraktionen abrufbar. Darauf weist die Verwaltung vor dem aktuellen Hintergrund noch einmal hin.
Die wichtigsten Investitionen im Überblick:
In den Jahren 2008 bis 2011 wurden alleine zur Verbesserung der Unterrichtssituation mit neuen Medien 327.200 € in die Schule investiert. Im Jahr 2012 werden weitere 85.000 € für eine Netbook-Ausstattung investiert.
Die Schulverwaltung hat in Abstimmung mit der Schulleitung kreativ Lösungen zur Verbesserung der Unterrichtssituation entwickelt. So wird die gesamte Schule nach den Osterferien über ein eigenes drahtloses Netzwerk (WLan) verfügen.
Beispielhaft für Investitionen und größere Instandhaltungs- und Sanierungen der vergangenen Jahre sind die
· Erneuerung der Oberböden und des Estrichs im Forum und anderen Bereichen
· Fenstererneuerung an der Westseite des Gebäudes
· Verbesserung des Brandschutzes vor den Installationsschächten
· Einbau einer Brandmeldeanlage
· Komplettsanierung des naturwissenschaftlichen Traktes
· Erneuerung der Ringleitung Wasser
· Legionellensanierung der Turnhalle
· Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen durch die solar und spar GmbH (Erneuerung von Beleuchtungen, Montage von Photovoltaikanlagen, Verbesserung der Heizungsregelungen)
· Baumaßnahmen zur integrativen Schule einschließlich des Einbaus von Aufzügen (wird 2012 fortgeführt).
· Deckensanierungen der Flure Turnhalle.