27. Februar 2012, 11:15 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Seine März-Reihe widmet das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen den „Deutschen Komödien“. Zunächst startet das KoKi aber mit dem Spielfilm „Und dann der Regen – También la lluvia“ am Sonntag, 4. März, um 12:45 Uhr und Montag, 5. März, um 18 und 20:30 Uhr in den neuen Monat. Der Film läuft im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6).
„Sommer in Orange“ eröffnet dann am Dienstag, 6. März, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am 7. März in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) die Monatsreihe. Die Filmkomödien „Eine ganz heiße Nummer“ (11./12.3.), Rubbeldiekatz (18./19.3.) und „Offroad“ werden die Reihe fortsetzen.
Außerdem sind zu sehen „Huhn mit Pflaumen“ als Autorenfilm am 13./14. März, das Biopic „J. Edgar“ am 20./21. März und „The Ides of March – Tage des Verrats“ als Filmwunsch am 25./26./28. März.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Mit „Und dann der Regen – También la lluvia“ gelang der „Regisseurin Iciar Bollain (…) ein packendes Sozialdrama (um eine) Gesellschaft, die sich (...) gegen Unterdrückung und Ausbeutung (wehrt). Gespiegelt wird diese Situation in der Handlung des Films im Film, durch die Darstellung des Kolumbus-Konflikts mit den unterjochten Ureinwohnern. Fließend gehen die verschiedenen Ebenen ineinander über und erhalten ihre mitreißende Kraft durch die brillante Inszenierung und den exzellenten Einsatz aller filmischen Mittel. Ein brisanter und beeindruckender Brückenschlag zwischen Historie und Gegenwart.“ (Aus der Jurybegründung zur Vergabe des FBW-Prädikats „besonders wertvoll“) Ausgezeichnet u. a. bei der Berlinale 2011 mit dem „Panorama“-Publikumspreis. — Der junge, idealistische Regisseur Sebastián (Gael García Bernal) hat sich vorgenommen, einen aufrichtigen Film über Christoph Kolumbus zu realisieren. Dabei will er den Mythos entlarven und Dinge schildern, die häufig verschwiegen werden: Gier nach Gold, Sklavenhandel, Gewalt gegen die Ureinwohner. Costa (Luis Tosar), Sebastiáns Produzent, interessiert hingegen vorrangig, dass das Kinoprojekt pünktlich und innerhalb des Budgets abgeschlossen wird. Doch während der Dreharbeiten in Bolivien kommt es zu sozialen Unruhen, weil die lokale Wasserversorgung an einen multinationalen Konzern verkauft wurde. Dem daraus resultierenden Konflikt zwischen der indianischen Bevölkerung und der Armee kann das Filmteam kaum mehr ausweichen, zumal ihr indianischer Hauptdarsteller (Juan Carlos Aduviri) einer der Anführer des Aufstands ist.
Mit ironischem Augenzwinkern lässt Regisseur Marcus H. Rosenmüller (WER FRÜHER STIRBT, IST LÄNGER TOT) in „Sommer in Orange“ verschiedene Lebensentwürfe und Wertvorstellungen aufeinanderprallen und wählt dazu – wie schon in seinen vorangegangenen Filmen – die Perspektive eines Kindes, die für einen unverstellten Blick auf die teils absonderlichen Gebaren der Erwachsenen sorgt, ohne die Figuren je der Lächerlichkeit preiszugeben. Entstanden ist eine sanfte, sympathische Komödie über Toleranz und den Prozess des Erwachsenwerdens. Offizieller Beitrag zum Filmfest Freiburg und zum Fünf-Seen-Filmfestival (beide 2011). — Anfang der 1980er-Jahre lebt Bhagwan-Anhängerin Amrita (Petra Schmidt-Schaller) mit ihren beiden Kindern und wechselnden Partnern in einer Berliner Sannyasin-Kommune – bis ihr aktueller Freund einen Bauernhof erbt und die gesamte Kommune nach Talbichl, einem bayrischen Provinznest, zieht. Dort treffen nun Urschrei-Therapie und Vollkornschrot auf Schützenverein-Romantik und konservative Werte. Entsetzt beäugt der Bürgermeister (Heinz-Josef Braun) das merkwürdige Treiben der Neuankömmlinge, denen er natürlich auch gleich Verbindungen zur RAF unterstellt. Während das Misstrauen gegenüber den Fremden stetig wächst, bemüht sich Amritas 12-jährige Tochter Lili (Amber Bongard) heimlich bei den Einheimischen um Anschluss. Zu Hause darf niemand erfahren, dass sie die orangefarbene Pluderhose gegen einen grauen Faltenrock austauscht, sobald sie den Hof verlässt.