06. November 2026, 13:37 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Wie lassen sich bestehende Wohnungen neu denken und alternativ nutzen? Wie entsteht aus einer sanierungsbedürftigen Wohnung ein neues Wohnmodell? Und wie viel Platz brauchen wir eigentlich zum Wohnen? Mit diesen Fragen haben sich Studierende verschiedener Hochschulen in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Wettbewerbs „Raum im Raum“ beschäftigt. Im UmBauLabor in Gelsenkirchen haben sie ihre Ideen in die Praxis umgesetzt: Aus einer klassischen Drei-Raum-Wohnung ist ein gemeinschaftsorientiertes Wohn- und Arbeitsapartment entstanden, das sich als begehbare Ausstellung erleben lässt.
Die Schau zeigt, welche Möglichkeiten in bestehenden Grundrissen stecken. Flexible Einbauten, eine veränderte Raumaufteilung und wiederverwendete Materialien eröffnen neue Perspektiven auf das Wohnen im Bestand. Auch Einblicke in den Planungs- und Bauprozess gehören dazu.
Baukultur Nordrhein-Westfalen und die Peter Behrens School of Arts laden die Vertreterinnen und Vertreter der Medien gemeinsam mit dem UmBauLabor zur Ausstellungseröffnung ein am
Donnerstag, 19. November 2026, um 18 Uhr
UmBauLabor,
Bergmannstraße 23, 45886 Gelsenkirchen.
Bei der Eröffnung werden die drei prämierten Wettbewerbsentwürfe vorgestellt. Anschließend können Besucherinnen und Besucher die umgestaltete Wohnung in geführten Gruppen besichtigen. Parallel dazu sind Rundgänge durch das Materialarchiv und das Schaudepot des UmBauLabors möglich.
Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai 2027 im UmBauLabor zu sehen. Sie ist donnerstags von 15 bis 18.30 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung zeigt, wie flexible Einbauten, neue Raumaufteilungen und wiederverwendete Materialien Wohn- und Arbeitsbereiche verbinden und gemeinschaftliche Nutzung ermöglichen. Sie gibt zugleich Einblicke in nachhaltige und ressourcenschonende Möglichkeiten des Bauens im Bestand.
Anmeldung und Informationen: baukultur.nrw/eroeffnungraumimraum
Pressekontakt Baukultur Nordrhein-Westfalen
Annabell Bialas a.bialas@baukultur.nrw 0209 40244–17
Timo Klippstein t.klippstein@baukultur.nrw 0209 40244–18
Hintergrund UmBauLabor
Welche Chancen, Ressourcen und Werte stecken in einem Haus? Wie lässt sich Umbauen neu erlernen? Im UmBauLabor in Gelsenkirchen erprobt und diskutiert Baukultur NRW bis Ende 2028 nachhaltiges und kreislaufgerechtes Planen und Bauen – im Maßstab 1:1. Das UmBauLabor ist Treffpunkt für die Entwicklung einer Umbaukultur: Räume und Materialien werden betrachtet, umgedeutet, um- und rückgebaut oder erweitert. Baukultur NRW setzt diese Inhalte in vier Linien um: „Im Quartier“, „Im Experiment“, „Im Diskurs“, „Zu Gast“. Dabei gilt: lieber gebraucht oder aufgewertet als neu. Das Umbauen wird zum erlebbaren Experiment.
Fotos im Anhang:
(1) Studierende legen beim Umbau der Wohnung im UmBauLabor das darunterliegende Ziegelmauerwerk frei. Dabei kommt die ursprüngliche Bausubstanz zum Vorschein. Foto: Social Impact Studio/Peter Behrens School of Arts
(2) Ein neuer Durchgang verändert die Raumaufteilung der bestehenden Wohnung und eröffnet neue Möglichkeiten für ihre Nutzung. Foto: Social Impact Studio/Peter Behrens School of Arts